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Sake-Export soll weiter gefördert und unterstützt werden

Japan möchte mit 14 Millionen Euro Sake fördern

Zu den international bekanntesten japanischen Getränken gehört wohl Sake. Das alkoholische Getränk ist in vielen Ländern bereits zu finden und wird immer bekannter. Japan reicht das jedoch nicht, da vor allem im eigenen Land die Nachfrage mittlerweile sinkt. Aus diesem Grund sind dieses Jahr um die 14 Millionen Euro zur Förderung von Sake vorgesehen.

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Wie im aktuellen Staatshaushalt festgehalten ist, soll mit dem Geld unter anderem Werbung für Sake finanziert werden. Andere alkoholische Getränke aus Japan sollen im Ausland allerdings ebenfalls Unterstützung erhalten. Besonders in Hinsicht auf die Olympischen und Paralympischen Spiele dieses Jahr erhofft sich die Regierung dadurch eine positive Entwicklung.

Eigenes Büro für den Export

Insgesamt sind 10,7 Millionen Euro im Haushaltsplan für das Geschäftsjahr 2020 festgelegt. Die restliche Summe ist im Nachtragshaushalt aufgeführt, der noch für das laufende Haushaltsjahr gilt, das noch bis März geht. Zusammengerechnet ist die Summe siebenmal höher als 2019. Neben dem Sake soll dabei besonders der Awamori gefördert werden. Der destillierte Spirituose auf Reisbasis soll bei der Wiederbelebung der Wirtschaft in Okinawa helfen.

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Unter anderem soll im Juli ein Büro der Nationalen Steuerbehörde eingerichtet werden, das Unternehmen beim Export von Sake und anderen inländischen alkoholischen Getränken hilft. Es gibt relevante Informationen weiter, wie Verkaufswege der ausländischen Käufer. 18 Mitarbeiter soll das Büro erhalten, die zur Abteilung Liquor Tax and Industry gehören. Sie schließen sich mit der japanischen Außenhandelsorganisation zusammen, um auch das Branding der Produkte zu fördern.

2018 wurden von Japan aus 25.748 Kiloliter Sake exportiert, was vor allem auf die steigende Nachfrage an der japanischen Küche zuzuschreiben ist. Im Vergleich zum Vorjahr ist es ein Anstieg von 9,6 Prozent und zum neunten Mal in Folge ein neues Rekordhoch. Der Sake-Export erreichte 2018 einen Wert von 182,8 Millionen Euro, wobei die USA den größten Anteil mit 51,7 Millionen Euro ausmachten. Dahinter folgten Hongkong, China und Südkorea.

Kostproben bei Olympischen Spielen

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Zu der allgemeinen Unterstützung soll das Büro zusätzlich mit ausländischen Partnern über die Senkung der Alkoholsteuer sprechen. Der stellvertretende Direktor der Abteilung, Yui Nagahara, befasst sich mit verschiedenen Problemen des Exportes von alkoholischen Getränken. Er erklärte, dass das Extra-Budget von 3,8 Millionen Euro an das National Research Institute for Brewing geht, das neue Produkte fürs Ausland entwickeln soll, die den dortigen Geschmack treffen.

Eine weitere Maßnahme sind Stände zu den Olympischen und Paralympischen Spielen in Tokyo, wo Besucher Sake probieren können. Sie sollen an Flughäfen und am offiziellen Medienzentrum stehen – Orte, an denen sich viele Menschen aufhalten. Brauereiführungen sollen ebenfalls mehr ausländische Touristen anziehen. An dem Projekt sind lokale Brauereien, Reiseveranstalter und öffentliche Verkehrsunternehmen gleichermaßen beteiligt, um möglichst viele Menschen anzulocken.

MS

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