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Japan muss mehr für Kinder von ausländischen Arbeitskräften tun

Fehlende Förderung und Kontrollen könnten zu einem Problem für Japan werden

Japan will mehr ausländische Arbeitskräfte, genauer gesagt braucht Japan sie, damit der Arbeitskräftemangel bekämpft werden kann. Das Land tut viel dafür, allerdings bleiben die Kinder der Arbeitskräfte auf der Strecke und das kann sich nach Meinung von Kritikern zu einem großen Problem für das Land entwickeln.

In Japan ist es sehr wichtig, ein Abitur zu haben, um gute Beschäftigungsaussichten zu haben. Allerdings haben es ausländische Kinder sehr schwer an Oberschulen angenommen zu werden.

Nur wenige Präfekturen helfen ausländischen Schülern

Eine Selbsthilfegruppe, die Kindern dabei hilft, in Japan zur Schule zu gehen, fragte in einigen Präfekturen nach, ob es speziell für Schüler aus dem Ausland bestimmte Plätze gibt. Außerdem wurde gefragt, ob es Maßnahmen gibt, um diese Schüler zu unterstützen.

Dabei kam heraus, dass es nur in 23 der 47 Präfekturen in Japan Schulen gibt, die  Maßnahmen eingeführt haben, um Schüler zu unterstützen. Nur 16 hatten spezielle Plätze für ausländische Schüler eingerichtet.

In 10 Präfekturen, in denen viele Schüler Unterstützung beim Erlernen der japanischen Sprache brauchen, wurden zusätzliche Maßnahmen eingeführt, um ihnen zu helfen. Darunter in Kangawa, Osaka und Shiga.

Nur wenige Förderplätze an japanischen High Schools vorhanden

Andere Präfekturen haben speziell zugewiesene Plätze für ausländische Schüler, aber die Anzahl variiert stark. In Tokyo gibt es 116 Plätze, in Kanagawa 111 und bis zu 85 in der Präfektur Osaka.

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Vielen ausländischen Kindern in Japan fehlt es an Sprachkenntnissen

Auch die Qualifikationen für die Durchführung von Tests sind unterschiedlich. Ob es Schülern, die bereits einen Abschluss im Ausland haben, gestattet wird an den Zulassungstests für die japanische High School teilzunehmen, hängt von den Präfekturen ab. In Tokyo werden Abschlüsse aus anderen Ländern anerkannt, in Aichi und Shizuoka nicht. Osaka entscheidet von Fall zu Fall.

Aichi tut am wenigstens

Obwohl in der Präfektur Aichi die größte Anzahl an ausländischen Kindern leben, ist die Anzahl derer, die auf eine japanische High School gehen, ungewöhnlich gering.

Ein Sprecher eines Vereins, der versucht, Kindern zu helfen, sagte: „Es gibt viele Schüler, denen es aufgrund ihrer mangelnden Sprachkenntnisse und nicht anerkannten Berechtigungen nicht möglich ist, an den Aufnahmetests teilzunehmen.“

Ein Sprecher des Präfektur-Ausschuss sagte: „Es gibt Fälle in denen Kinder keine zusätzliche japanische Sprachunterstützung benötigen, nachdem sie von der High School eine großzügige japanische Sprachausbildung haben“. Der Sprecher betonte die Leistungen der Grund- und Mittelschulen.

Probleme bei der Sprachförderung

Japanisch ist keine leichte Sprache, gerade für Kinder ist es oft nicht einfach, sie zu verstehen. Daher sind sie auf eine Sprachförderung angewiesen, allerdings mangelt es an Sprachkursen. Die wenigen, die es gibt, werden oftmals von freiwilligen Helfern durchgeführt.

Daher sind die Kurse auch sehr unterschiedlich, es gibt keinen einheitlichen Lehrplan und keine einheitlichen Lehrbücher, was das Erlernen der Sprache schwierig macht.

Das Multicultural Center Tokyo bestätigte, dass es ein großes Problem ist. Die gemeinnützige Organisation im Stadtteil Arakawa in Tokyo bietet ebenfalls japanischen Unterricht für ausländische Schüler an. Die stellvertretende Direktorin Noriko Hazeki gibt dabei an, dass sie unbedingt auf Freiwillige angewiesen sind. Aus dem Grund ändert sich der Sprachlehrer von Stunde zu Stunde meisten und ein kontinuierlicher Unterricht ist nicht möglich.

Da die japanische Regierung versucht, immer mehr ausländische Arbeitskräfte ins Land zu holen, um so den Arbeitskräftemangel zu bekämpfen, muss sie mehr tun, damit die Kinder der Menschen, die nach Japan kommen, vernünftig in die Gesellschaft integriert werden.

Tausende ausländische Kinder besuchen keine Schule in Japan.

Einer Untersuchung von NHK zufolge besuchen mindestens 8.400 Kinder mit ausländischen Wurzeln keine Schule in Japan. Zwar gibt es eine Schulpflicht, die gilt aber nur für in Japan geborene Kinder. Auch kontrolliert die Regierung nicht, ob ausländische Kinder zur Schule gehen.

Professor Yoshimi Kojima von der Aichi-Shukutoku-Universität sieht in diese fehlenden Kontrollen ein großes Problem. Japan wird in Zukunft ein großes Problem bekommen, wenn die steigende Zahl an ausländischen Kindern nicht erfasst werden.

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