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Skepsis bei vielen Menschen bleibt

Japan nach dem Ausnahmezustand, das Leben kehrt nur langsam zurück

Am Wochenende erlebten die Menschen in 39 Präfekturen in Japan ihr erstes Wochenende ohne Ausnahmezustand, mit geöffneten Restaurants und Einkaufsstraßen.

Zwar machten viele Menschen sich auf den Weg, um in die Innenstädte zu fahren, aber noch mehr gaben an, dass sie immer noch Bedenken wegen der Pandemie haben.

Nach Ende des Ausnahmezustands bleibt die Skepsis bei vielen Menschen

Der Ausnahmezustand wurde auch in einigen Präfekturen aufgehoben, für die eigentlich „besondere Wachsamkeit“ von der japanischen Regierung festgelegt wurde. Darunter Ibraraki, Ishikawa, Gifu, Aichi und Fukuoka.

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Das Leben kehrt aber nur langsam zurück, die meisten Geschäfte, Bars und Plätze waren nicht so gut besucht, wie vor der Pandemie.

Ein Grund dafür ist allerdings, dass viele Restaurantbetreiber darauf achten, dass sich nicht mehr als drei Leute einen Tisch teilen und nur eine bestimmte Menge an Kunden im Geschäft sind.

„Normalerweise ist dieser Ort am Samstagabend voll“, sagte Yutaka Masaki, Inhaber eines lokalen Izakaya (traditionelles japanisches Pub), mit einem Ton der Enttäuschung. Sein Geschäft hat jetzt die Anzahl der Sitzplätze im Rahmen der Maßnahmen gegen Infektionen halbiert, aber trotzdem kamen nur sehr wenige Kunden.

„Ich wünschte, der Virus würde bald verschwinden, damit ich diesen Ort jeden Tag voller Kunden sehen kann, wie ich es früher getan habe“, so der Pub-Betreiber.

In der Stadt Kanazawa konnten einige Restaurants und Bars am Wochenende noch nicht öffnen. Laut einer Mitarbeiterin eines Restaurants lag dies daran, dass die Aufhebung dem Ausnahmezustand abrupt gekommen ist und viele Restaurantbetreiber nicht genug Zeit hatten, sich auf die Wiedereröffnung vorzubereiten.

Menschen werden zu unvorsichtig

Die schrittweise Wiederherstellung der Normalität in einigen Präfekturen hat zudem zu Bedenken hinsichtlich der Sicherheit geführt. Yasutoshi Nishimura, Minister für wirtschaftliche Wiederbelebung, warnte am Freitag, dass sich die Menschen zu früh in Sicherheit wiegen.

Die Leute lassen ihre Vorsicht fallen. Es könnte ein großes Wiederaufleben geben“, sagte Nishimura. Gleichzeitig verteidigte er jedoch die Entscheidung der Regierung, den Ausnahmezustand in den 39 Präfekturen als richtigen Schritt aufzuheben.

Dennoch wies Nishimura darauf hin, dass die Bewohner nicht nur in diesen 39 Präfekturen, sondern auch in städtischen Gebieten mit hohem Ansteckungsrisiko, in denen der Ausnahmezustand nach der Wiedereröffnung einiger Unternehmen noch besteht, immer unvorsichtiger werden.

Der Minister sagte, dass die Mobilität der Menschen ab Donnerstagabend in den Innenstädten von Tokyo, Osaka und Sapporo gegenüber dem Vortag um etwa 10 bis 20 Prozent gestiegen sei.

„Wir bitten sie immer noch, zu Hause zu bleiben. Wenn die Zahl der Neuerkrankungen wieder steigt, können wir den Ausnahmezustand dort nicht aufheben“, so der Minister.

TJT

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2 Kommentare

  1. Nur eine Kleinigkeit: In der Überschrift steht irrtümlicherweise „zur langsam “ statt“nur langsam“.Haben Sie vielleicht schon gemerkt.
    Mit freundlichen Grüßen
    Dieter Oetzel

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