Stats

Anzeige
Home News Japan nähert sich einem Lockdown

Pachinko-Salons im ganzen Land ignorieren die Aufforderung zu schließen

Japan nähert sich einem Lockdown

Japan befindet sich im Ausnahmezustand und das Land nähert sich einem Lockdown immer weiter an. Immer mehr Präfekturen fordern Unternehmen auf, zu schließen. Zwar gibt es keine Verpflichtung der Aufforderung auch nachzukommen, allerdings halten sich viele trotzdem daran.

Tokyo hat es vorgemacht und kurz nach der Verhängung des Ausnahmezustands viele Unternehmen und Geschäfte aufgefordert, zu schließen. Andere Präfekturen reagierten bisher vorsichtiger, was sich nun allerdings ändert.

Präfekturen in ganz Japan fordern Schließungen von Unternehmen

Die Präfekturverwaltungen von Akita und Nagano werden noch in dieser Woche einige Unternehmen auffordern, ihren Geschäftsbetrieb einzustellen. Die Aufforderung soll bis zum 6. Mai, der Tag, an dem die japanische Regierung entscheiden will, ob der Ausnahmezustand verlängert wird, ihre Gültigkeit haben.

Zu den Unternehmen, die in beiden Präfekturen aufgefordert werden, zu schließen, gehören Hostessenbars, Karaoke-Bars, Spielhallen, Kinos und Pachinko-Anbieter. Restaurants werden gebeten, den Alkoholausschank um 19 Uhr einzustellen und um 20 Uhr zu schließen.

Mehr zum Thema:  58,5 Prozent der Beschäftigten pendeln trotz Ausnahmezustand in Japan weiterhin zur Arbeit

Nagano wird zusätzlich Hotels, die hauptsächlich Touristen bedienen, ebenfalls auffordern zu schließen.

Akita hat angekündigt, dass kleinen Unternehmen während des Zeitraums ein sogenanntes „Kooperationsgeld“ bis zu 600.000 Yen (ca. 5.123 Euro) gezahlt wird. Nagano hat eine Zahlung in Höhe von 300.000 Yen (ca. 2.561 Euro) vorgesehen.

Japan erklärte am 7. April für 7 Präfekturen, darunter Tokyo und Osaka, den Ausnahmezustand und erweiterte ihn am 16. April auf das gesamte Land.

Am Samstag hatte die Präfektur Ibaraki bereits einige Unternehmen aufgefordert zu schließen und erweiterte die Aufforderung am Mittwoch noch einmal für Manga-Cafés, Kegelbahnen, Fahrschulen und Internetcafés. Damit wurde die Zahl der Unternehmen von rund 2.000 auf 30.000 erhöht.

Die Präfektur überlegt zur Zeit, dass Internetcafés erlaubt wird, Langzeitbewohner weiterhin dort unterbringen zu dürfen.

Die Präfekturen Miyagi, Shigha und Kumamoto wollen ebenfalls Unternehmen auffordern zu schließen und Subventionen zahlen, welche Branchen betroffen sind, steht allerdings noch nicht fest.

Hiroshima kündigte an, jedem Unternehmen, das der Aufforderung Folge leistet, Subventionen in Höhe von 500.000 Yen zu zahlen.

Pachinko-Salons im ganzen Land ignorieren die Aufforderung zu schließen

Die japanische Regierung kündigte an, dass sie die Aufforderungen zur Schließung noch einmal verstärken will, da insbesondere Pachinko-Salons weiterhin geöffnet haben.

„Experten warnen weiterhin, dass die aktuelle Situation gefährlich ist“, so der Wirtschaftsminister Yasutoshi Nishimura. „Wir bereiten uns auf stärkere Maßnahmen vor.“

Die Präfekturgouverneure forderten die Regierung bereits auf, härtere Maßnahmen gegen Pachinko-Salons zu ergreifen. Osakas Gouverneur sagte, dass man vielleicht mit einem „Scham-Ansatz“ arbeiten sollte, also die Namen der Salons bekannt gibt. „Wir werden gegen die Salons vorgehen, die den Menschen in der Präfektur große Angst machen.“

Togizo Ido, Gouverneur von Hyogo, sagte, seine Präfektur werde die Situation diese Woche beobachten und dann stärkere Maßnahmen in Betracht ziehen, wenn die Pachinko-Salons die Aufforderung der Präfektur zur Schließung weiterhin ignorieren.

Der Gouverneurin von Tokyo, Yuriko Koike, gab an, dass die Verwaltung der Metropole die Pachinko-Salons in der Hauptstadt anschauen und diejenigen, die weiterhin geöffnet haben, einzeln fragen werde.

TJT

Anzeige
Anzeige

Das könnte Sie auch interessieren