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Japan: Neues Frühwarnsystem für ‚Bullet Trains‘ bei Seebeben

Drei japanische Bahngesellschaften haben es sich zusammen mit einem staatlichen Forschungsinstitut zur Aufgabe gemacht in Zukunft die sogenannten ‚Bullet Trains‘, oder auch Shikansen, bei Seebeben schneller zum Stehen zu bringen. Die ersten Strecken für das neue Frühwarnsystem werden heute in Betrieb genommen.

Die Bahngesellschaften JR East, Central Japan Railway Co und West Japan Railway Co haben sich mit dem National Research Institute for Earth Science and Disaster Resilience auf eine schnellere Datenübertragung zur Eisenbahnsicherheit verständigt, um Katastrophen mit ‚Bullet Trains‘ nach einer Reihe schwerer Erdbeben in Japans Nordosten im März 2011 vorzubeugen.

„Wenn ein Hochgeschwindigkeitszug wie der Shinkansen-‚Bullet Train‘ wegen eines Erdbebens entgleist, wird das enorme Auswirkungen auf die Fahrgäste haben. Wir möchten ein Beben so schnell wie möglich aufspüren und das Risiko reduzieren“, sagte ein Sprecher der JR East.

Die drei Unternehmen haben bereits terrestrische Bebensensoren an der Küste installiert, aber es wird nicht erwartet, dass diese schnell genug reagieren, um die Züge im Falle eines großen Seebebens auszubremsen.

Mit dem neuen Frühwarnsystem sollen Sensoren auf dem Meeresboden ein Beben erkennen, falls es groß genug wäre, um auch auf dem Binnenland Schäden anzurichten.
Sollte es dazu kommen, würde das neue System die Stromzufuhr über die Umspannwerke automatisch unterbrechen und die ‚Bullet Trains‘ so zum Stehen bringen.

Die entsprechenden Daten für ein solches Beben werden von den Observationsnetzen der Meeresboden-Observatorien zur Verfügung gestellt, die das Gebiet entlang des Japangrabens, also vor der Küste der Tohoku-Region im Nordosten Japans, der Boso-Halbinsel, sowie das Gebiet entlang des Nankai-Troges, vor der Küste der Kii-Halbinsel und der Shikoku-Insel abdecken.

Die neuen Not-Aus-Signale des Systems werden am heutigen Mittwoch auf bestimmten Abschnitten der Tohoku und Joetsu Shinkansen Linien das erste Mal in Betrieb genommen. Je nachdem kann das Frühwarnsystem nun zwischen 10 und 30 Sekunden schneller als zuvor reagieren und die Züge im Notfall stoppen.

Wann weitere Strecken hinzukommen blieb bisher noch offen.

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