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Wiederinbetriebnahme trotz Kritik

Japan nimmt ältesten Atomreaktor wieder in Betrieb

In Japan wurde der Atomreaktor Nr. 3 des Kernkraftwerks Mihama wieder in Betrieb genommen. Der Reaktor wurde 1976 gebaut und wird am 25. Oktober die festgelegte 40 Jahre Betriebsdauer erreichen.

Der Reaktor, der nach dem Atomunfall im Kraftwerk Fukushima Daiichi stillgelegt wurde, wurde nach 10 Jahren wieder gestartet, nachdem die letzten Inspektionen abgeschlossen wurden.

Genehmigung wurde 2016 erteilt

Japans Atomaufsichtsbehörde erteilte 2016 die Genehmigung den Atomreaktor 20 Jahre über die Betriebsdauer zu betreiben, nachdem alle Sicherheitsmaßnahmen von Kansai Electric Power für den Reaktor geprüft worden sind.

Im Februar gab der Bürgermeister der Stadt Mihama ebenfalls seine Zustimmung für die Wiederaufnahme des Betriebs, kurze Zeit später stimmte auch der Gouverneur der Präfektur Fukui der Wiederinbetriebnahme zu.

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Unumstritten ist die Wiederinbetriebnahme des Atomreaktors allerdings nicht. Am Montag reichte eine Bürgerrechtsgruppe aus Fukui und den Präfekturen Kyoto und Shiga eine Klage beim Bezirksgericht Osaka ein, um den sofortigen Stopp des Reaktors zu erreichen.

Alter Atomreaktor ist anfällig für Unfälle

Die Gruppe argumentiert, dass der alte Reaktor anfällig für Unfälle ist, wenn unter anderem ein Erdbeben auftritt, und das die 40 Jahre Betriebszeit in dem Land, dass jederzeit von einer Naturkatastrophe getroffen werden könnte, strikt angewendet werden sollte.

Neben dem Reaktor Nr. 3 haben auch zwei weitere Atomreaktoren, die ebenfalls in der Präfektur Fukui stehen, die Genehmigung erhalten, länger als 40 Jahre in Betrieb zu bleiben.

Kansai Electric Power hat sich allerdings entschieden die Reaktoren Nr. 1 und 2 des Atomkraftwerks Takahama nicht wieder hochzufahren, da das Energieversorgungsunternehmen einige Fristen für die Umsetzung von Sicherheitsmaßnahmen nicht einhalten konnte.

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