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Ausnahme vom Verbot

Japan nimmt afghanische Flüchtlinge trotz Einreiseverbot für Ausländer auf

Ausländer dürfen aktuell nicht nach Japan einreisen, trotzdem nimmt das Land weiter afghanische Flüchtlinge auf.

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Bei den Personen handelt es sich um Mitarbeiter japanischer Organisationen, die aus dem Land evakuiert wurden. Die japanische Regierung stellt jeden eine Sondergenehmigung für die Einreise aus.

Afghanische Flüchtlinge und ihre Familien dürfen einreisen

Japan hat als Maßnahme gegen die Corona-Variante Omikron ein Einreiseverbot für Ausländer verhängt, das zunächst bis Ende Dezember gilt. Gleichzeitig wurden die besonderen Umstände, für die eine Ausnahme des Einreiseverbots ausgestellt wird, verschärft.

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Die Entscheidung, afghanische Flüchtlinge aufzunehmen, beruht auf humanitären Gründen angesichts der sich verschlechternden Lage in dem von den Taliban beherrschten Land. Bei den Menschen handelt es sich um Mitarbeiter der inzwischen geschlossenen japanischen Botschaft in Kabul und Mitarbeiter der Japan International Cooperation Agency. Die Ausnahme für die Einreise gilt auch für ihre Familien.

Mehr als 400 Afghanen warten auf die Evakuierung

Nach Angaben des japanischen Außenministeriums sind bis zum 26. November 423 Menschen aus Afghanistan in Japan aufgenommen worden. Mehr als 400 Menschen warten noch auf die Möglichkeit in das asiatische Land auszureisen.

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Japan hatte kurz nach der Machtergreifung durch die Taliban Verhandlungen aufgenommen, um Menschen aus dem Land weiterhin evakuieren zu können, nachdem die USA und einige weitere Länder ihre Evakuierungen abgeschlossen haben.

Die Menschen erhalten in Japan allerdings nur ein Kurzzeitvisum, das 90 Tage gilt. Mittlerweile versuchen viele Geflüchtete ein Langzeitvisum zu bekommen.

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