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HomeNachrichten aus JapanJapan noch weit vom Erreichen der Pariser Klimaziele entfernt

Vor allem der Anteil an erneuerbaren Energien muss hochgeschraubt werden

Japan noch weit vom Erreichen der Pariser Klimaziele entfernt

Der Klimawandel ist eines der zentralen Probleme der heutigen Zeit. Mit den Pariser Klimazielen soll er möglichst eingedämmt werden. Doch viele Länder hinken hinter diesen Zielen noch etwas hinterher, so auch Japan.

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Um seinen Beitrag zur Vermeidung eines zu starken Klimawandels zu leisten, muss Japan seinen Strommix bis 2030 deutlich verändern, so ein Bericht der Asia Investor Group on Climate Change.

Anteil an Energie aus Kohle in Japan noch zu hoch

Das Land müsse bis 2030 den Anteil erneuerbarer Energien an der Stromerzeugung auf 50 Prozent und den Anteil der Kernenergie auf 20 Prozent erhöhen. Nur so können die Ziele des Pariser Abkommens zur Begrenzung der Erderwärmung auf 1,5 Grad Celsius noch erreicht werden, sagte die Gruppe in einer am Montag veröffentlichten Grundsatzerklärung. Japan müsse zwischen 2035 und 2040 auch die Nutzung von Kohle und Gas zur Stromerzeugung stoppen, hieß es.

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Trotz des wachsenden internationalen Drucks hat Japan seine Abhängigkeit von Kohle noch nicht aufgegeben, die in dem im März 2019 zu Ende gegangenen Jahr fast ein Drittel seines Stroms erzeugte.

Strommix soll 2021 überprüft werden

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Im Rahmen seiner 2018 festgelegten grundlegenden Energiepolitik strebt Japan an, den Anteil der erneuerbaren Energien bis 2030 auf 22 bis 24 Prozent und den Anteil der Kernenergie auf 20 bis 22 Prozent zu erhöhen.

Ein Gremium mit dem Ministerium für Wirtschaft, Handel und Industrie schlug im Juli vor, die Überprüfung der langfristigen Ziele Japans für den Strommix im nächsten Jahr zu beginnen, wobei der Schwerpunkt auf der Dekarbonisierung liegen sollte.

Hohe Subventionen zur Erreichung der Klimaziele nötig

In dem Jahr, das im März 2019 endete, machten die erneuerbaren Energien 17 Prozent der gesamten Stromerzeugung des Landes aus. Der Anteil von Erdgas betrug 38 Prozent und der von Kernenergie 6,2 Prozent.

Die vom Netzwerk der Zentralbanken und Aufsichtsbehörden zur Ökologisierung des Finanzsystems (NGFS) entwickelten Klimawandel-Szenarien, die der AIGCC in seiner Analyse verwendet hat, deuten darauf hin, dass zur Erreichung der Ziele des Pariser Abkommens bis 2050 im gesamten asiatischen Energiesektor zusätzliche Investitionen in Höhe von 330 Milliarden Dollar jährlich erforderlich sind.

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