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Angst vor Überlastung des Gesundheitssystems

Japan plant 11 Präfekturen unter Ausnahmezustand zu stellen

Die japanische Regierung plant elf Präfekturen unter den „Quasi-Ausnahmezustand“ zu stellen, da die Zahl der Infektionen durch die Omikron-Variante immer schneller ansteigt.

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Die strengeren Coronamaßnahmen sollen für drei Wochen, vom 21. Januar bis 13. Februar, gelten. Der offizielle Beschluss soll in den nächsten zwei Tagen gefasst werden, nachdem sich das Expertengremium der Regierung getroffen hat.

Präfekturen fürchten Überlastung des Gesundheitssystems

Zu den Präfekturen gehören Tokyo, Saitama, Chiba, Kanagawa, Aichi, Gifu, Mie, Niigata, Kumamoto, Nagasaki und Miyazaki. Die Präfekturen Okinawa, Yamaguchi und Hiroshima stehen bereits seit vergangenen Sonntag unter dem „Quasi-Ausnahmezustand“.

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Die Präfekturen Gumna und Kagawa haben ebenfalls einen Antrag auf Notfallmaßnahmen gestellt, hierzu hat sich die Regierung allerdings noch nicht geäußert.

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Auf einer Videokonferenz am 17. Januar teilten die Gouverneure der Präfekturen Tokyo und der Nachbarpräfekturen Saitama, Chiba und Kanagawa ihre Besorgnis darüber, dass ein anhaltender Anstieg der Infektionen das Gesundheitssystem überfordern und andere soziale Infrastrukturen untergraben könnte.

Nach der Konferenz baten die Gouverneure die japanische Regierung offiziell, strengere Coronamaßnahmen zu verhängen.

Toshihito Kumagai, der Gouverneur von Chiba, teilte kurze Zeit später mit, dass in seiner Präfektur Bars und Restaurants, deren Coronaschutzmaßnahmen von der Präfekturverwaltung zertifiziert sind, aufgefordert werden, die Öffnungszeiten zu kürzen. Der Alkoholausschank soll allerdings erlaubt bleiben.

Zahl der Neuinfektionen explodieren

Japans Hauptstadt Tokyo stellte am 13. Januar neue Richtlinien für die Eindämmung der Neuinfektionen vor. Die Metropole meldet erneut die höchste Zahl an Neuinfektionen im ganzen Land. In der Stellungnahme hieß es, dass man bei einer Belegungsrate der Krankenhausbetten von 20 Prozent den „Quasi-Ausnahmezustand“ beantragen wird, bei einer Rate von 50 Prozent soll der Ausnahmezustand beantragt werden.

Landesweit breitet sich das Virus immer schneller aus, am Dienstag wurden mehr als 30.000 Neuinfektionen gemeldet, deutlich mehr als beim Höchststand während der fünften Infektionswelle. Osaka meldete 5.369 Infektionen und Tokyo ebenfalls über 5.000.

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