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Japan plant Atomkraftwerke stillzulegen, wenn Terror-Gegenmaßnahmen nicht schnell genug umgesetzt werden

Japans Atom-Regulierungsbehörde entschied am Mittwoch, dass Atomreaktoren stillgelegt werden müssen, wenn die Betreiber nicht in einer angemessenen Frist ausreichende Maßnahmen gegen Terrorismus treffen.

Die Behörde fiel diese Entscheidung, nachdem drei Energieversorger, die zusammen fünf Kraftwerke betreiben, eine Verlängerung ihrer Fristen beantragt haben. Laut der Unternehmen wird mehr Zeit benötigt, um die Maßnahmen umzusetzen, die 2013 eingeführt worden sind.

Kyushu Electric Power Co., Kansai Electric Power Co. und Shikoku Electric Power Co. hatten beantragt, ihre fünfjährigen Fristen um ein bis drei Jahre zu verschieben. Die Firmen begründeten es damit, dass umfassende Bauarbeiten nötig sind um die Maßnahmen umzusetzen.

Die Behörde lehnte die Anträge allerdings ab.

Sicherheit gegen Anschläge

Kraftwerksbetreiber in Japan müssen Anlagen bauen, die Reaktoren über eine Fernsteuerung kühl halten und die massive Freisetzung radioaktiver Stoffe verhindern. Im Falle eines Terroranschlags soll so ein weiterer Supergau verhindert werden.

Eine Vorschrift besagt, dass diese Anlagen innerhalb von fünf Jahren errichtet werden müssen, nachdem die Behörde detaillierte Baupläne für die Anlage genehmigt hat.

Mehrere Firmen haben allerdings gewarnt, dass sie die Maßnahmen nicht erfüllen können.

„Es besteht keine Notwendigkeit, die Frist zu verlängern, und Nuklearanlagen müssen den Betrieb einstellen, wenn die Betreiber sie nicht einhalten“, sagte ein Vertreter der NRB. „Die Reaktoren laufen nun Gefahr stillgelegt zu werden.“

Maximal 10 Prozent der Energie kommt aus Atomkraftwerken

Vor der Katastrophe von Fukushima wurde in Japan etwa 30 Prozent der Elektrizität aus Atomkraft gewonnen. Der Anteil sank jedoch nach der Krise auf weniger als zwei Prozent. Einer der Gründe war, dass Reaktoren für eine Sicherheitsprüfung vom Netz genommen wurden und viele davon können erst wieder in Betrieb gehen, wenn strenge Sicherheitsmaßnahmen erfüllt werden.

Auch wenn mittlerweile wieder mehr Strom in Japan durch Atomkraft erzeugt wird, rechnet man damit, dass der Anteil unter 10 Prozent bleiben wird.

Laut einem Entwurf des Industrieministeriums sollen 2020 bis 22 Prozent der Stromversorgung und 2030 die erneuerbaren Energien 22 bis 24 Prozent der Stromversorgung ausmachen. Was den im Jahr 2015 gesetzten Zielen des Handelsministeriums entspricht.

Viele Experten sehen jedoch das Ziel nach der Fukushima-Krise von 2011 als schwer zu erreichen an.

Quelle: JS, AS, NHK

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