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Japan plant fliegende Autos ab 2020

Japan ist das Land der technologischen Innovationen. Der Inselstaat plant nun, ab 2020 fliegende Autos in den Himmel zu schicken.

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Der Fahrplan für die Kommerzialisierung von fliegenden Autos wird aus diesem Grunde bis zum Jahresende einem öffentlich-privaten Rat vorgelegt. Der Wettbewerb bei der Entwicklung fliegender Autos und Taxis hat weltweit zugenommen. Wahrscheinlich wird die Entwicklung autonom fahrender und elektrobetriebener Fahrzeuge zukünftig dahin gehen, Fahrzeuge von der Straße in die Luft zu verlagern.

Allerdings gibt es bis dato keine klare Vorstellung darüber, wie solche Autos aussehen könnten. Daher geht die Vorstellung zu einer Mischung aus Hubschraubern und Drohnen. Sie werden Propeller und einen batteriebetriebenen Motorenantrieb sowie einen Autopiloten besitzen. Darüber hinaus sollen sie Geschwindigkeiten von 100 Kilometern bis zu mehreren hundert Kilometern pro Stunde erreichen können.

Konkrete Pläne zur Technologie

Der amerikanische Online-Taxi-Gigant Uber plant bereits Dienstleistungsangebote mit fliegenden Autos ab den 2020er Jahren. Folglich soll schon 2020 ein Testflug in Angriff genommen werden. Die Fahrzeuge sollen eine Kapazität von 6 Personen inklusive Pilot besitzen. Erste Inbetriebnahme soll 2023 erfolgen. Die Zukunftsvorstellung von Uber geht dahin, dass schon bis 2030 unbemannte Automatikflüge mit über 1.000 Fahrzeugen, die täglich mehrere hunderttausend Passagiere befördern, Realität werden.

Ähnlich wie Uber plant auch das europäische Luftfahrtunternehmen Airbus SE den Einstieg in diese Technologie. Neben Unternehmen aus Europa und den USA untersuchen auch arabische Länder den Vorteil dieser fliegenden Automobiltechnologie.

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Die japanische Gruppe Cartivator setzt sich zum Ziel, bereits zu den Olympischen Spielen 2020 in Tokyo einen Demonstrationsflug zu starten. Cartivator besteht aus rund 100 ehrenamtlichen Mitarbeitern, darunter junge Ingenieure der Automobil- und Luftfahrtindustrie sowie Studenten.

Japans Plan hinter dieser Entwicklung ist das Bestreben, fliegende Autos zu einer Schlüsselindustrie der nächsten Generation zu machen. Hintergrund dieser Pläne sind Gedanken zur Linderung von Staus, Katastrophenhilfe, Mobilität zwischen entlegenen Inseln und Berggebieten sowie Tourismus. Nachdem mehrere japanische Unternehmen im Mai ein von Uber organisiertes Treffen besuchten, plant die japanische Delegation nun zusammen mit dem Internetgiganten eine ähnliche Konferenz in Tokyo.

Die Technologie fliegender Autos bringt momentan eine Reihe von Herausforderungen. Technische Problematiken wie Batterie- und Motorleistung, Start- und Landeplätze oder Kommunikationsstrukturen stellen für die Forscher und Automobilhersteller eine Hürde dar. Kompetenzen der Anwender sowie Sicherheitsstandards kommen hinzu.

Quelle: Mainichi Shimbun

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