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Regierung will internationalen Status verbessern

Japan plant für 2022 Universitätsfonds in Milliardenhöhe

Japanische Universitäten gehören zu den besten der Welt. In den letzten Jahren sind sie allerdings in den internationalen Ranglisten abgerutscht. Dagegen will die Regierung etwas tun und plant einen Hilfsfonds von mehreren Milliarden Euro.

Am Dienstag bestätigte das Kabinett, dass sie mit einem Regierungsfond die Forschung an den Universitäten verbessern wollen, um international wieder aufzuholen. Dafür sind umgerechnet 79,4 Milliarden Euro vorgesehen.

Geld aus Staatsschulden

Die Regierung hatte bereits letzten Monat dem Plan zum Fonds zugestimmt. Neben dem internationalen Ruf ging es ihnen dabei auch die Finanzierungslücken zwischen den japanischen Universitäten und den in anderen Ländern schließen.

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Der Fonds soll dabei bereits im März 2022 zugänglich sein. Das Startkapital wird jedoch nur um die 35,7 Milliarden Euro betragen. Die Summe will die Regierung aus öffentlichen Schulden und den Verkauf von staatlichen Goldreserven finanzieren.

Allgemein soll der größte Teil des Geldes jedoch aus Staatsschulden kommen. Aus dem Grund sind die Universitäten auch angehalten selbst Geld aufzubringen. Die Anlagerichtlinien des Fonds und seine Ziele werden vermutlich bis Herbst noch festgelegt. Dass es deutliche Unterschiede im Vergleich zu anderen Ländern gibt, zeigen offizielle Zahlen.

Andere Universitäten haben deutlich mehr Geld

Japans am besten finanzierte Privatschule ist die Keio University. Sie haben dabei ein Stiftungsvermögen von umgerechnet 579 Millionen Euro. Die Harvard University in den USA, eine der höchst angesehensten Universitäten der Welt, hat hingegen ein Vermögen von etwa 35,7 Milliarden Euro.

Denn japanischen Universitäten geht es vermutlich durch die Pandemie finanziell noch schlechter. Viele haben sich bemüht, Studenten finanziell zu unterstützen, da die Hilfe vom Staat auf sich warten ließ. Japan lag bei den veröffentlichten wissenschaftlichen Arbeiten dazu laut dem Kabinetts zuletzt international auf Platz 11. Zuvor war das Land zwei Jahrzehnte lang auf dem vierten Platz gewesen.

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