• News

Anzeige

Japan plant Offshore-Schutzgebiete, um Tiefsee zu schützen

Überraschend gab die japanische Regierung bekannt, dass sie Offshore-Schutzgebiete für Tiefseegebiete plant. Neue Regelungen sollen vor allem das Leben in den Gebieten schützen und Lizenz für den Fischfang sowie Abbau einführen.

Ein Gesetzesentwurf soll die Regelungen des Nature Conservation Act entsprechend anpassen. Das Kabinett genehmigte es bereits am 1. März und will es in der aktuellen Sitzung des Parlaments einreichen. Auf einer Pressekonferenz erklärte Umweltminister Yoshiaki Harada, dass sie die Artenvielfalt von Japan umfassend schützen wollen, egal ob Land, Küste oder die Tiefsee.

Die Gesetzesänderung sieht unter anderem vor, dass Erforschung von Mineralressourcen, Mineralienabbau und Schleppfischereien vorab ihre Aktivitäten melden. So soll verhindert werden, dass bestimmte Vorhaben das Ökosystem beeinträchtigen oder gar zerstören. Zusätzlich zu den Anmeldungen gibt es Lizenzen, ohne die bestimmte Aktivitäten im Gebiet streng verboten sind.

Japan besitzt bis jetzt keine Schutzgebiete

Neben den neuen Regelungen steht ebenfalls schon ein erster möglicher Standort für das Schutzgebiet fest. Das Umweltministerium plant es in der Nähe der Ogasawara-Insel, etwa 1.000 Kilometer von Tokyo entfernt. Insgesamt versucht die Regierung das Aichi-Ziel der United Nations Convention on Biological Diversity umzusetzen. Bis 2020 sollen Länder zehn Prozent der gesamten Gewässer als Meeresschutzgebiete festlegen.

Japan besitzt mit seinen 4,47 Millionen Quadratkilometer großen Hoheitsgewässern bis jetzt kein einziges Schutzgebiet. Allerdings gibt es schon Gebiete, die unter besonderem Schutz aufgrund ihrer Landschaft, Tiere oder Meeresprodukten stehen. Aktuell machen sie 8,3 Prozent der japanischen Gewässer und Wirtschaftszone aus. Sie fallen dazu unter das Gesetz, das nun zugunsten der geplanten Schutzgebiete eine Änderung erhält.

Die Ogasawara-Insel besitzt ein einzigartiges Ökosystem mit einmaligen Lebewesen in Unterwasserbergen, Gräben und hydrothermalen Quellen. Zusätzlich gibt es im Meeresboden große Mengen an Mangan und Edelkorallen, die einen hohen Verkaufswert besitzen. Unkontrollierter Abbau kann allerdings zu einer Zerstörung führen, die sich vermutlich nie wieder rückgängig machen lässt. Ein besonderes Schutzgebiet ist demnach mehr als überfällig, um die Biodiversität auf Dauer zu erhalten.

Quelle: Mainichi Shimbun

Anzeige

Anzeige

Nachrichten

Trump trifft als erster Staatsgast den neuen japanischen Kaiser

Der US-Präsident Donalds Trump und die First Lady der USA Melania Trump werden die ersten Staatsgäste sein, die den neuen japanischen Kaiser treffen.Der Staatsbesuch...

Anti-Terror-Übung am Narita-Flughafen

Tokyo wird innerhalb der nächsten zwei Jahre zwei sportliche Großevents beherbergen. Im Herbst findet die Rugby-WM statt und nächstes Jahr die Olympischen Spiele. In...

Datenbank über Japaner, die während des Zweiten Weltkriegs in Australien begraben wurden, fertiggestellt

Eine umfassende Datenbank mit japanischen Staatsbürgern, die während des Zweiten Weltkriegs in Australien gestorben und auf einem Kriegsfriedhof begraben wurden, wurde nun fertiggestellt.Das Cowra...

Auch interessant

Naruto-Themenpark in der Präfektur Hyogo eröffnet

Im November wurde der Naruto und Boruto Themenpark angekündigt, der nun seine Tore für die Besucher geöffnet hat.Der neue Parkabschnitt “NARUTO & BORUTO SHINOBI-ZATO”,...

Masako Wakamiya: Eine der ältesten App-Entwicklerinnen der Welt

Für eine der ältesten App-Entwicklerinnen weltweit erwies es sich langfristig als Vorteil, ein „dokkyo roujin“ zu sein – ein älterer Mensch, der alleine lebt.Im...

Beliebte Artikel

Eiichiro Oda: Stirb für “One Piece”.

Dass Eiichiro Oda durch seinen Hitmanga One Piece sehr beschäftigt ist, war den meisten Lesern bereits bekannt.Er betonte einst, lediglich von 2:00 bis 5:00 Uhr...

Gesehen: Akira (2014)

Im August gab Universum Anime bekannt, dass der Klassiker Akira in einer überarbeiteten Fassung noch 2014 auf den Markt kommen wird, genauer am 31...

Trailer zu “Maestro!”

"Maestro!" basiert auf den gleichnamigen Musik-Manga von Saso Akira und kommt 2015 in die japanischen Kinos. Mit dabei sind Matsuzaka Tori und Sängerin...

Kommentare

LEAVE A REPLY

Please enter your comment!
Please enter your name here

Cookie-Einstellung

Um unsere Webseite für Sie optimal zu gestalten und Werbung einblenden zu können,verwenden wir Cookies. Datenschutz | Impressum

Treffen Sie eine Auswahl um fortzufahren

Ihre Auswahl wurde gespeichert!

Hilfe

Hilfe

Um fortfahren zu können, müssen Sie eine Cookie-Auswahl treffen. Nachfolgend erhalten Sie eine Erläuterung der verschiedenen Optionen und ihrer Bedeutung.

  • Alle Cookies zulassen:
    Jedes Cookie wie z.B. Tracking- und Analytische-Cookies.

Sie können Ihre Cookie-Einstellung jederzeit hier ändern: Datenschutz.

Zurück