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Neues System passt zu internationalen Anforderungen

Japan plant System zum besseren Schutz von sensiblen Technologien

Japan ist eins der Länder mit den fortschrittlichsten Technologien der Welt. Das Wissen wollen auch gerne andere Nationen haben, vor allem wenn es sich für Kriegszwecke verwenden lässt. Die Regierung überlegt deswegen schon lange, wie sie wichtige Informationen besser schützen können. Jetzt wird über ein Zertifizierungssystems für sensible Technologien nachgedacht.

Das System soll Forschern und Ingenieuren beim sicheren Umgang mit sensiblen, fortschrittlichen technologischen Informationen helfen. Allerdings gibt es noch eine zweite Funktion. Das neue System kann den privaten Sektor dabei unterstützen an internationalen Forschungsprojekten teilzuhaben. Bewerben für ein Zertifikat dürfen sich unter anderem Universitätsforscher und Unternehmensingenieure. Bewertet werden die Anfragen nach den internationalen Standards.

Spezialisierung auf KI‘s

Die Zertifikate sollen garantieren, dass nur vertrauliche Personen Zugriff auf die sensiblen Inhalte haben. Das System soll sich dabei von dem unterscheiden, das 2014 unter dem Gesetz für Staatsgeheimnisse eingerichtet wurde. Nach dem Gesetz benötigen Einzelpersonen eine Sicherheitsüberprüfung, um die geheimen Informationen zu verwenden.

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Das derzeitige System beschränkt sich allerdings nur auf Daten in den Bereichen Außenpolitik, Verteidigung und Terrorismusbekämpfung. Wissenschaftliche Informationen werden so nicht abgedeckt. Das soll nun die neue Zertifizierung übernehmen, die sich vor allem auf Informationen zur künstlichen Intelligenz und Quantencomputer fokussiert.

Details zu dem System sind bis jetzt noch nicht bekannt, allerdings soll laut Quellen ein Gesetzesentwurf bei der Parlamentssitzung nächstes Jahr eingereicht werden.

Kritik wegen bisher fehlendem System

Hintergrund für das System ist die Angst vor China. Es wird befürchtet, dass sie Daten unter dem Deckmantel der gemeinsamen Forschung stehlen. Dazu kommt, dass unter anderem die USA Nationen von ihren Informationen ausschließt, wenn sie keine ordentliche Sicherheitsüberprüfung haben. In der sogenannten Gruppe der Sieben hat Japan bis jetzt als einzige Nation kein Zertifizierungssystem.

Schon lange wurde bemängelt, dass es so ein System nicht in Japan gibt, auch aus den eigenen Reihen. So wurde 2017 kritisiert, dass Informationen zu Cyberangriffen nicht an japanische Unternehmen gehen und dass es ein großes Informationsdefizit gibt in Bezug auf die Menge der zugänglichen Forschungen.

Der fehlende Zugang für Privatpersonen mindert die industrielle Wettbewerbsfähigkeit des Landes. Allerdings liegt die Schuld auch ein wenig an den Unternehmen selbst. Sie haben die Notwendigkeit solcher Systeme noch nicht erkannt. Laut Experten soll die Regierung nach Einführung der Zertifikate den privaten Sektor deswegen auch zur Nutzung des Systems drängen.

TAS

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