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Japan möchte Statue weiterhin entfernt haben

Japan protestiert erneut gegen „Trostfrauen“-Statue in Berlin

Es ist kein Geheimnis, dass Japan über seinen Anteil am Zweiten Weltkrieg nicht gerne spricht. Besonders die Zwangsprostituierten, bekannt als „Trostfrauen“, will man lieber totschweigen. Aus dem Grund wird nun erneut gegen ein Mahnmal protestiert, das in Berlin steht.

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Kabinettschef Katsunobu Kato bestätigte am Montag während einer Pressekonferenz, dass sie bei dem Bezirk Mitte einen Prost gegen eine Trostfrauen-Statue eingereicht haben, das man sie für ein weiteres Jahr erlaubt. Kato bezeichne die Entscheidung als nicht akzeptabel und man will weiterhin versuchen, einen Abbau zu erreichen.

Mahnmal steht nicht nur für südkoreanische Frauen

Kato gab an, dass sie bereits in mehreren ähnlichen Fällen Erfolg bei der Entfernung hatten, nachdem sie das Verständnis der Menschen gewinnen konnten. Wie sie bei Berlin vorgehen wollen, sagte er allerdings nicht.

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Die Statue wurde letzten September unter großen Protesten als Friedensstatue von einer pro-südkoreanischen Bürgergruppe aufgestellt. Auch wenn sie einer Trostfrauen-Statue entspricht, die es auch in anderen Ländern gibt, soll sie allgemein an Frauen erinnern, die in Kriegszeiten Opfer von sexueller Gewalt wurden.

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Die Proteste von Japan fielen trotzdem so heftig aus, dass sie mit Konsequenzen drohten, wenn die Figur nicht sofort entfernt wird. Erst hatte der Bezirk der Forderung nachgeben, aber als es deswegen ebenfalls zu Protesten kam, zog man die Entscheidung zurück.

Bezirk unterstützt die Trostfrauen-Statue

Ursprünglich war geplant, die Statue für etwa ein Jahr zu dulden. Die Bezirksversammlung entschied letzten Dezember aber in einem Beschluss, dass sie eine dauerhafte Installation der Statue unterstützen. Da nun ein Jahr um ist und kein Abbau beschlossen wurde, ist Japan verärgert.

Japan sieht die Angelegenheit um die Trostfrauen aufgrund eines Abkommens von 1965 mit Südkorea als geklärt an. Die Regierung weigert sich deswegen auf jegliche Forderungen der noch lebenden Opfer und den Hinterbliebenen einzugehen. Offiziell entschuldigt hat sich die Regierung für das Kriegsverbrechen nie und in Schulbüchern findet es kaum Erwähnungen.

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