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Bis zum 11. Mai

Japan ruft Ausnahmezustand mit strengeren Corona-Maßnahmen in vier Präfekturen aus

Japans Premierminister Yoshihide Suga hat am Freitag den Ausnahmezustand für Tokyo, Osaka, Kyoto und Hyogo ausgerufen, um den Anstieg der Corona-Infektionen während der Golden Week einzudämmen.

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Die Maßnahme tritt am Sonntag in Kraft und bleibt bis zum 11. Mai bestehen. Die Einschränkungen sind dieses Mal strenger als beim letzten Mal.

Ausnahmezustand mit geschlossenen Geschäften

Während des Ausnahmezustands sind Restaurants und Bars aufgefordert, keinen Alkohol auszuschenken, außerdem werden einige Unternehmen geschlossen.

Die Maßnahme betrifft etwa ein Viertel der 126 Millionen Einwohner in Japan und etwa ein Drittel der Wirtschaft. Zudem tritt sie drei Monate vor Beginn der Olympischen Spiele in Kraft.

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Japans Premierminister sagte während einer Sitzung des Parlaments, kurz vor der Ausrufung: „Wir müssen starke Maßnahmen ergreifen, während viele Menschen während der Golden Week in Urlaub sind, um das Virus unter Kontrolle zu bringen.“

Zwar ist die Maßnahme weniger streng als in anderen Ländern, wie zum Beispiel Deutschland wo per Gesetz eine Ausgangssperre ab einer bestimmten Inzidenz verhängt wird, allerdings sind sie strenger als alle vorherigen Maßnahmen in Japan. Tokyo hat bereits angekündigt, dass alle Geschäfte gebeten werden, um 20 Uhr zu schließen. Außerdem kündigte Suga an, dass der Ausnahmezustand auch verlängert werden kann, sollte sich die Situation nicht verbessern.

Zahl der Infektionen steigt in Japan weiter an

In den Großstädten Tokyo, Osaka, Kyoto und Hyogo, sowie 6 weiteren Präfekturen, gilt bereits ein „Quasi-Ausnahmezustand„, der vorsieht, dass Restaurants früher schließen und Großveranstaltungen auf 5.000 Zuschauer begrenzt werden. Die Maßnahme hatte allerdings keine Wirkung gezeigt, da die Präfekturen täglich Höchststände bei den Neuinfektionen gemeldet haben, insbesondere Osaka.

Die Zahl der Neuinfektionen überstieg am Freitag zum dritten Mal in Folge die Marke von 5.000, in Osaka wurde zum vierten Mal in Folge über 1.000 Infektionen gemeldet, in Tokyo 759. Gesundheitsexperten warnen davor, dass sich Mutationen des Coronavirus immer schneller ausbreiten und die Golden Week zu einer explosionsartigen Ausbreitung führen könnte.

Ebenfalls wird vor einer wachsenden Belastung der Krankenhäuser gewarnt. In Osaka gibt es keine freien Betten mehr, um Menschen, die schwere Symptome einer Infektion zeigen, zu versorgen.

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