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Reisen aus den Städten ist weiterhin möglich

Japan schließt Osaka und Sapporo aus der Reisesubventionskampagne aus

Japans Minister Yasutoshi Nishimura kündigte am Dienstag an, dass Osaka und Sapporo aus der Reisesubventionskampagne „Go To Travel“ für drei Wochen ausgeschlossen werden, da die Infektionszahl in den Regionen weiter ansteigt.

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Der Minister, der für die Reaktion Japans auf das Virus zuständig ist, sagte auf einer Pressekonferenz, dass die japanische Regierung die Stornierungsgebühren für bereits gebuchte Reisen in die beiden Städte übernehmen und die betroffenen Unternehmen entschädigen wird.

Reisen nach Sapporo und Osaka nicht mehr subventioniert

Reisen von Einwohnern von Sapporo auf Japans nördlichster Hauptinsel Hokkaido und von Osaka im Westen Japans in andere Regionen werden allerdings weiterhin durch die „Go To Travel“-Kampagne subventioniert.

Der Minister sagte, dass die Aussetzung nur auf Reisen abziele, in denen das Gesundheitssystem aufgrund der Rekordzahlen von Infektionen, die nach Ansicht einiger medizinischer Experten durch die Kampagne ausgelöst wurden, unter Druck steht.

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Tourismusminister Kazuyoshi Akaba sagte, die Aussetzung sei eine schmerzhafte Entscheidung, da sie sowohl Reisende als auch die Tourismusindustrie stark beeinträchtigen wird.

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In diesem Zusammenhang sagte der Landwirtschaftsminister Kotaro Nogami, dass die japanische Regierung die Präfekturverwaltungen auffordern werde, einen Stopp der Ausgabe von „Go To Eat“-Rabattcoupons zu erwägen.

Die Politik der Regierung folgt Plänen, die am Montag sowohl von Naomichi Suzuki, dem Gouverneur von Hokkaido, als auch Hirofumi Yoshimura, dem Gouverneur von Osaka, angekündigt wurden, ihre Hauptstädte vorübergehend aus der Reisesubventionskampagne herauszunehmen.

Der Bürgermeister von Osaka sagte am Dienstag vor Reportern: „Wir hoffen, dass die Regierung die Reisekampagne für die Stadt vorerst so schnell wie möglich aussetzen wird.“

Noch keine Maßnahmen für Tokyo

Premierminister Yoshihide Suga hatte den Stopp der Kampagne am Samstag angekündigt, ohne näher auf die betroffenen Reiseziele, Zeitrahmen oder andere Einzelheiten einzugehen, einen Tag nachdem ein Regierungsgremium aus medizinischen Experten vorgeschlagen hatte, die Kampagne zu überprüfen.

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Suga traf sich am Dienstag mit der Gouverneurin von Tokyo, um zu erörtern, wie die Hauptstadt Japans, die die meisten Coronavirus-Infektionen unter den 47 Präfekturen gemeldet hat, im Rahmen der Kampagne behandelt werden kann.

Die „Go To Travel“-Kampagne wurde Ende Juli gestartet, doch Reisen von und nach Tokyo waren aufgrund der hohen Zahl von Infektionen in der Hauptstadt zunächst ausgeschlossen. Reisen von und nach Tokyo sind erst seit dem 1. Oktober möglich.

Am Montag forderte die National Governors‘ Association die Zentralregierung nachdrücklich auf, die Reisesubventionskampagne nur für bestimmte Gebiete auszusetzen, da die Infektionssituation nicht für alle Gebiete innerhalb einer Präfektur gleich ist.

Gesundheitsexperten warnen vor einer dritten Welle

Japan meldete am Sonntag den fünften Tag in Folge mehr als 2.000 neuen Fällen des Virus und am Montag 1.519 Infektionen.

Medizinische Experten bezeichnen den erneuten Anstieg der Infektionen als dritte Infektionswelle und führen dies zum Teil auf die kühleren Temperaturen zurück, die die Menschen dazu bringen, mehr Zeit in geschlossenen Räumen zu verbringen, oft in Räumen ohne ausreichende Belüftung, die die Ausbreitung des Virus verhindern können.

Die Experten kritisierten auch, dass die Reisesubventionen dazu führen, dass sich das Coronavirus in Japan schnell ausbreitet.

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