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Wiederaufbau begonnen

Japan schüttelt Folgen des Erdbebens in der Tohoku-Region ab

Am Samstag wurde die Tohoku-Region in Japan von einem Erdbeben der Stärke 7,3 erschüttert. Das war kurz vor dem 10. Jahrestag des großen Erdbebens 2011, das zur Kernschmelze im Atomkraftwerk Fukushima Daiichi geführt hat.

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Durch das Beben wurden mehr als 150 Menschen verletzt, viele Bahnverbindungen sind unterbrochen und immer noch haben viele Haushalte in den Präfekturen Miyagi und Fukushima kein Wasser, darunter 900 Häuser in der Stadt Yamamoto.

Stromversorgung nach dem Erbeben schnell wiederhergestellt

In der benachbarten Stadt Shinchi in der Präfektur Fukushima, wo alle Haushalte ohne Wasser sind, haben Bodenselbstverteidigungsstreitkräfte mit der Wasserversorgung begonnen.

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Während des Erdbebens, das am Samstag um 23:08 (JST) auftrat, fielen bei etwa 950.000 Haushalten der Strom aus, doch die Versorgung ist seit Sonntagmittag bereits wieder hergestellt.

Mehr Flug- und Busverbindungen

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Da viele Zugverbindungen durch das Beben ausgefallen sind, haben ANA und JAL die Anzahl der Flüge zwischen der Tohoku-Region und dem Haneda-Flughafen in Tokyo sowie dem Flughafen Itami in Osaka erhöht. Für einige Flüge werden auch größere Flugzeuge eingesetzt.

JR Bus Tohoku bietet tagsüber mehr als 20 Verbindungen zwischen dem Großraum Tokyo und den Bahnhöfen Fukushima und Sendai an.

Das starke Beben hat Strommasten und Brücken auf dem Tohoku Shinkansen beschädigt. Der Betrieb des Hochgeschwindigkeitszuges ist seit Sonntag zwischen den Bahnhöfen Nasushiobara und Morioka in den Präfekturen Tochigi bzw. Iwate eingestellt.

Die East Japan Railway Co. teilte mit, dass sie am Montag den Betrieb weiterer Hochgeschwindigkeitszüge teilweise eingestellt hat und dass es etwa 10 Tage dauern wird, bis der Betrieb wieder vollständig hergestellt ist.

Die Aufräumarbeiten werden von starken Regenfällen überschattet, die Japans Meteorologen angekündigt hatten. Die lokalen Behörden haben daher alle Menschen aufgerufen, sich vor Erdrutschen in Acht zu nehmen. Zudem werden auch mit weiteren stärkeren Nachbeben gerechnet.

In Fukushima und Miyagi mussten 71 schulen geschlossen werden, da in beiden Präfekturen mehrere Schulen beschädigt wurden.

Unternehmen stellten Produktion ein

Das Erbeben traf auch viele Unternehmen, von denen sich einige darauf vorbereiteten ihre Öffnungszeiten zu verlängern, da die Corona-Maßnahmen in Fukushima am Sonntag beendet werden sollten.

Bars und Unternehmen in der Region, die gehofft haben, dass der Umsatz nun wieder steigen wird, haben nun also weiterzukämpfen.

Kirin Holdings Co. teilte mit, dass der Betrieb einer Bierproduktionsanlage in Sendai aufgrund von Erdbebenschäden an der Anlage und den Lagerbeständen eingestellt wurde und frühestens am Mittwoch wieder aufgenommen werden kann.

Asahi Breweries Ltd. hat seine Produktion in der Stadt Motomiya in der Präfektur Fukushima ebenfalls gestoppt.

Kein Leck in Fukushima Daiichi

Im Kraftwerk Fukushima Nr. 1, in dem es nach der Katastrophe vom 11. März 2011 zu Kernschmelzen gekommen war, lief Wasser aus einem Becken mit abgebrannten Brennelementen über. Es gab aber kein Leck, so der Betreiber Tokyo Electric Power Company Holdings Inc.

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