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Keine nennenswerte Gefahr

Japan sieht keine Gefahr darin, kontaminiertes Wasser aus Fukushima im Ozean freizusetzen

Bereits seit einiger Zeit denkt Japan darüber nach, kontaminiertes Wasser, das zum Kühlen der Brennstäbe im Atomkraftwerk Fukushima benutzt wurde, in den Pazifischen Ozean abzulassen.

Das Industrieministerium gab nun an, dass es sicher ist und das Gesundheitsrisiko für den Menschen unerheblich sei.

Belastetes Wasser würde Strahlenbelastung nur gering erhöhen

Das Ablassen des Wassers in den Pazifischen Ozean würde die Strahlenbelastung nur leicht erhöhen, heißt es in einer Erklärung.

Das zur Kühlung der geschmolzenen Brennstäbe verwendete Wasser ist mit radioaktiven Stoffen belastet und wird derzeit in Tanks auf dem Gelände des Atomkraftwerks gelagert.

Die Tanks sind allerdings so gut wie voll und die japanische Regierung sucht dringend nach einem Weg, wie man am besten mit dem Wasser umgehen soll.

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Dem Ministerium zufolge werden die jährlichen Strahlungswerte in der Nähe des Freisetzungspunkts auf 0,052 bis 0,62 Mikrosievert auf See und 1,3 Mikrosievert in der Atmosphäre geschätzt, verglichen mit den 2.100 Mikrosievert, mit denen Menschen im täglichen Leben in Kontakt kommen.

In den Angaben fehlen allerdings Daten, die die Auswirkungen der Meeresströmung und des Wetters mit einberechnen. Außerdem gibt es keine Angaben darüber, wie hoch die Menge der Strahlung für Menschen ist, wenn er viel Fisch und Seetang konsumiert.

Das Wasser wird unter Verwendung eines fortschrittlichen Flüssigkeitsverarbeitungssystems (ALPS) behandelt, obwohl das System das relativ ungiftige Tritium nicht entfernt und nachweislich geringe Mengen anderer radioaktiver Materialien hinterlässt.

Kapazität der Tanks reicht noch bis 2020

Laut Tokyo Electric Power Company Holdings Inc., dem Betreiber des Kernkraftwerks Fukushima Daiichi, das durch ein Erdbeben der Stärke 9,0 und den darauf folgenden Tsunami am 11. März 2011 zerstört wurde, sollen die Wasserspeicher bis zum Sommer 2022 voll sein.

Während Regierungsbeamte sagen, dass keine Entscheidung getroffen wurde, was mit dem Wasser geschehen soll, lehnen Fischer es ab, das Wasser in den Ozean zu leiten, da befürchtet wird, dass ihr Ruf noch weiter Schaden nehmen könnte und ihre Lebensgrundlage wegbricht.

Südkorea ist auch besorgt über die Umweltauswirkungen. Im September tauschten japanische und südkoreanische Beamte bei einem Treffen der Internationalen Atomenergiebehörde in Wien Argumente aus, um das Problem zu erörtern.

Kyodo

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