Anzeige
HomeNachrichten aus JapanJapan Steel Works hat 24 Jahre lang Inspektionsdaten gefälscht

Teile waren auch für Atomkraftwerke bestimmt

Japan Steel Works hat 24 Jahre lang Inspektionsdaten gefälscht

Japan Steel Works, eines der weltweit führenden Unternehmen für Guss- und Schmiedestahl, hat zugegeben, 24 Jahre lang Daten von Inspektionen für Komponenten gefälscht zu haben, die an Elektrizitätswerke geliefert wurden.

Anzeige

Die Fälschung betrifft Rotorwellen, die für Turbinen und Generatoren in Kraftwerken verwendet werden und Sicherungsringe, die die Spulen von Generatoren befestigen.

Laut Japan Steel Works gibt es kein Sicherheitsrisiko

Japan Steel Works erklärte, dass die gefälschten Daten kein Sicherheitsrisiko darstellen. Ein Sprecher des Unternehmens sagte: „Zum jetzigen Zeitpunkt wurde kein konkretes Problem bestätigt, das die Qualität und Leistung beeinträchtigt.“

LESEN SIE AUCH:  Japanischer Hersteller von Sicherheitsgurten soll Daten gefälscht haben

Das Unternehmen will nun mit betroffenen Kunden über einen Austausch der betroffenen Teile sprechen.

Im Geschäftsjahr 2021 lieferte das Unternehmen 524 dieser Produkte aus, darunter 70, die nicht den Sicherheitsstandards entsprachen.

Anzeige

Die Praxis, die Daten von Inspektionen zu fälschen, wurde erst im Februar dieses Jahres eingestellt.

Wenn Produkte bei Inspektionen die Normen nicht erfüllten, wies die Produktabteilung des Unternehmens die Inspektionsabteilung an, die Daten so zu fälschen, dass die Produkte bestanden.

Gleichzeitig änderte Japan Steel Works einige der Messverfahren, oder sie wurden ausgelassen, um eine Verzögerung bei der Auslieferung zu vermeiden.

Teile waren für Wärme- und Atomkraftwerke bestimmt

Das Unternehmen räumte ein, dass die fraglichen Produkte für den Einsatz in Wärmekraftwerken oder Kernkraftwerken bestimmt waren, gab aber die Namen der Anlagen nicht bekannt und erklärte, dass der Bestätigungsprozess noch im Gange sei.

Der Betrug kam ans Licht, als im Februar ein Whistleblower darauf aufmerksam machte.

Bisher wurde keine Pressekonferenz seitens des Unternehmens abgehalten, stattdessen wurde erklärt, dass man die Ergebnisse einer Untersuchung bis Ende Oktober veröffentlichen wird.

Das Unternehmen stellt auch Komponenten für Druckbehälter von Atomreaktoren her. Laut einer ersten internen Untersuchung sollen diese sollen allerdings nicht von den gefälschten Daten betroffen sein.

Anzeige
Anzeige