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Auch Tochigi bittet die Regierung um die Ausrufung

Japan stellt sieben weitere Präfekturen unter Ausnahmezustand

Japans Regierung kündigte gestern an, dass der Ausnahmezustand auf die Präfekturen Kyoto, Osaka und Hyogo ausgeweitet werden wird. Nachdem nun Aichi, Fukuoka, Tochigi und Gifu ebenfalls einen Antrag bei der Regierung gestellt haben, soll für sie die Maßnahme ebenfalls verhängt werden.

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Update 10 Uhr: Der Ausnahmezustand wurde gerade offiziell von der japanischen Regierung für die 7 Präfekturen ausgerufen.

Für Tokyo, Chiba, Kanagawa und Saitama wurde der Ausnahmezustand bereits vergangenen Freitag ausgerufen, um so die Ausbreitung des Coronavirus einzudämmen.

Ausnahmezustand soll heute Abend ausgerufen werden

Japans Premierminister, sagte bei einem Treffen mit der Regierungskoalition: „Es gibt Regionen im Land, einschließlich Osaka, in der sich das Virus schnell ausbreitet, so werden wir prüfen, ob das Gebiet des Ausnahmezustands zu erweitern.“

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Nach Angaben aus Regierungskreisen werden derzeit letzte Vorbereitungen getroffen, damit Suga am Mittwoch den Notstand in den drei westlichen Präfekturen Japans sowie in Aichi und Gifu ausrufen kann.

Tochigi stellt Antrag bei der japanischen Regierung

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Mittlerweile hat auch der Gouverneur der Präfektur Tochigi einen Antrag bei der Regierung gestellt, damit der Ausnahmezustand für seine Region ausgerufen wird.

Im Rahmen des Ausnahmezustands werden die Menschen aufgefordert, so viel wie möglich zu Hause zu bleiben, und Restaurants und Bars werden gebeten, die Öffnungszeiten zu verkürzen. Es ist allerdings kein Lockdown, da Geschäfte und Schulen wie gehabt tagsüber geöffnet sind, was von der Bevölkerung größtenteils kritisiert wird.

Am Dienstag wurden landesweit über 4.500 Neuinfektionen in Japan bestätigt, Tokyo bestätigte 970 Infektionen mit dem Coronavirus, was das erste Mal seit dem 4. Januar ist, dass die Zahl unter 1.000 gerutscht ist, Osaka meldete mit 374 Infektionen, ebenfalls die niedrigste Zahl seit dem 4. Januar. Allerdings wird am Wochenende kaum getestet, sodass die Zahlen wieder ansteigen dürften.

Restaurants sollen früher schließen

Im Vorfeld der erwarteten Ausweitung des Ausnahmezustands forderte die Präfektur Hyogo Restaurants und Bars in Teilen der Präfektur auf, bis 21 Uhr zu schließen. Die Präfekturen Osaka und Kyoto haben unterdessen die Dauer ähnlicher Anträge auf verkürzte Betriebszeiten für solche Unternehmen verlängert oder überarbeiten sie gerade.

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Der Gouverneur von Osaka, Hirofumi Yoshimura, sagte, er werde die Aufforderung, eine Stunde früher als bisher zu schließen, von Donnerstag bis zum 7. Februar auf die gesamte Präfektur ausweiten und damit die gleichen Maßnahmen wie im Großraum Tokyo ergreifen.

Unternehmen müssen sich allerdings nicht an die Maßnahmen halten, da es keine rechten Konsequenzen gibt, was die japanische Regierung mittlerweile schnell ändern möchte.

Im April hatte Japan den Ausnahmezustand für einige der 47 Präfekturen des Landes ausgerufen und ihn später auf das ganze Land ausgedehnt. Die Regierung hob ihn Ende Mai vollständig auf.

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