Stats

Anzeige
Home News Japan stoppt Einreise aller nicht ansässigen Ausländer

Einreisestopp und erweiterter Ausnahmezustand

Japan stoppt Einreise aller nicht ansässigen Ausländer

Japan stoppt die Einreise aller nicht ansässigen Ausländer, um die Ausbreitung des Coronavirus im Land einzudämmen.

Bereits vergangenen Monat hatte die japanische Regierung die Einreise gestoppt, eine Ausnahme gab es allerdings für Geschäftsreisen und Studenten aus Taiwan und 10 weiteren asiatischen Ländern. Letztere hatten ein spezielles Abkommen mit Japan.

Einreise wird bis zum 7. Februar ausgesetzt

Auf einer Pressekonferenz sagte Japans Premierminister Yoshihide Suga, dass diese Abkommen bis zum 7. Februar ausgesetzt werden.

Gleichzeitig stellte er sieben weitere Präfekturen unter den Ausnahmezustand, der Bereits für Tokyo, Chiba, Kanagawa und Saitama gilt. Dazu gekommen sind nun die Präfekturen Kyoto, Osaka, Hyogo, Fukuoka, Tochigi und Gifu.

Mehr zum Thema:  Immer mehr Notfallpatienten werden in Japan von Krankenhäusern abgewiesen

In den insgesamt 11 Präfekturen leben mehr als die Hälfte der Bevölkerung Japans und sie decken rund 60 Prozent der japanischen Wirtschaft ab.

Alle Präfekturen hatten die japanische Regierung darum gebeten, unter der Maßnahme gestellt zu werden, da ihr Gesundheitssystem unter extrem großen Druck steht.

Insgesamt 11 Präfekturen stehen nun unter dem Ausnahmezustand
Insgesamt 11 Präfekturen stehen nun unter dem Ausnahmezustand, darunter auch Kyoto. Bild: Kyodo

Die Menschen werden nun gebeten zu Hause zu bleiben und Restaurants sollen bereits um 20 Uhr schließen. Unternehmen werden gebeten, ihre Mitarbeiter von zu Hause aus arbeiten zu lassen oder ihre Schichten anders einzuteilen, damit die Zahl der Pendler um 70 Prozent reduziert wird.

Allerdings bezeichnen Kritiker den Ausnahmezustand als zu „harmlos“, da es erst um 20 Uhr zu Einschränkungen kommt und bezweifeln, dass die Maßnahme einen Erfolg bringen wird.

Auch die Zahl der Pendler geht bisher nicht wie gefordert zurück.

Druck aus der eigenen Partei

Suga änderte damit erneut seinen Kurs. Vor wenigen Tagen sagte er in einem TV-Interview, dass Japan weiterhin die Einreise von Geschäftsreisenden aus Taiwan und den anderen 10 Ländern erlauben werde, solange die Mutation des Coronavirus, die ansteckender und zuerst in Großbritannien und Südafrika entdeckt wurde, dort nicht auftritt.

Mitglieder seiner eigenen Partei hatten allerdings auf die Aufhebung der Ausnahmeregelung gedrängt und argumentiert, dass es widersprüchlich ist, die Menschen in Japan dazu aufzufordern, im Ausnahmezustand zu Hause zu bleiben und Ausländer weiter in das Land zu lassen.

Hinweis:

Für Informationen zur aktuellen Situation sollte man die Webseite der japanischen Botschaft in Berlin aufrufen und die Reise- & Sicherheitshinweise des Auswärtigen Amts für Japan lesen. Auch auf der Webseite der deutschen Auslandsvertretung findet man aktuelle Informationen.

Anzeige
Anzeige

Das könnte Sie auch interessieren