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Japan, Südkorea und die USA wollen mehr Druck auf Nordkorea ausüben

Der japanische Premierminister Shinzo Abe, US-Präsident Donald Trump und der südkoreanische Regierungschef Moon Jae In haben sich am Wochenende darauf geeinigt, gemeinsam den Druck auf das nordkoreanische Regime zu erhöhen.

In einem Telefongespräch am Sonntag haben Shinzo Abe und Donald Trump bekräftigt, den Druck auf Nordkorea zu erhöhen und das Regime von seinem „gefährlichen Pfad“ abzubringen. Dabei wollen beide Länder mit Südkorea kooperieren und am Rande des bevorstehenden G-20 Gipfels in Hamburg ein Drei-Länder-Treffen zum Nordkorea-Konflikt abhalten.

In einer Erklärung aus dem Weißen Haus heißt es, dass das „amerikanisch-japanische Bündnis“ bereit sei, sich gegen „Bedrohungen und Handlungen Nordkoreas“ zu verteidigen. Dabei geht es primär um die Eindämmung des nordkoreanischen Atom- und Raketenprogramms.

„Das Zeitalter der strategischen Geduld hat ein Ende gefunden“

Während Japan und Südkorea sich um einen möglichen Raketenangriff Nordkoreas sorgen, wurden die Spannungen zwischen Pjöngjang und den USA zuletzt durch den Tod des amerikanischen Studenten Otto Warmbier weiter verschärft. Der 22-Jährige Student, der in nordkoreanischer Haft ins Koma fiel verstarb wenige Tage nach seiner Überführung in die USA. Erst am Freitag hatte Trump das nordkoreanische Regime erneut kritisiert. Dabei warnte der Präsident, dass das „Zeitalter der strategischen Geduld“ mit Nordkorea ein Ende gefunden habe.

Provokationen aus Nordkorea – Japan in der Schusslinie

Seit letztem Jahr hat Nordkorea trotz internationaler Warnungen mehrere Raketentests durchgeführt. Allein neun davon in diesem Jahr. Von insgesamt 4 ballistischen Raketen, die im März 2017 getestet worden sind,landeten 3 innerhalb der 200-Meilen-Zone vor der japanischen Küste. Erst vor wenigen Wochen hat Nordkorea erneut ein Geschoss abgefeuert. Das Regime in Pjöngjang verfolgt dabei u.a. das Ziel, eine nukleare Langstreckenrakete zu entwickeln, die die Westküste der USA erreichen kann. Mit den Raketentests verstößt Nordkorea gegen bestehende UN-Resolutionen. Die Vereinigten Staaten drohten dem Regime in Pjöngjang zuletzt mit einem möglichen Militärschlag. Auch Japan hatte nach den letzten Raketenstarts mit „konkreten Schritten“ gedroht und die Provokationen aufs Schärfste verurteilt.

Sorge vor einem nordkoreanischen Raketenangriff

In Japan hofft man nach den Provokationen Nordkoreas zwar weiterhin auf eine friedliche Lösung, aber die Regierung hat die Bevölkerung schon vorsorglich vor einem möglichen Angriff gewarnt und verschiedene Sicherheitsmaßnahmen durchgeführt.

Quelle: Japan Today | NHK World

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