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Arbeitskräftemangel soll mit Robotern bekämpft werden

Japan testet mit Robotern die Automatisierung der Lebensmittelgeschäfte

Im August wird ein Roboter in einer Filiale von FamilyMart die Regale auffüllen. Der Hersteller Telexistence hofft, dass der Test erfolgreich sein wird und eine Welle der Automatisierung im Einzelhandel auslösen wird.

Angesichts des Arbeitskräftemangels, der gerade die Convenience-Stores trifft, vielleicht kein falscher Schritt.

FamilyMart will mit Maschinen ihre Filialen um Tokyo aufrüsten

Direkt nach dem Test will FamilyMart bis 2022 in 20 Geschäften um Tokyo Roboter einsetzen. Zunächst sollen sie von Menschen bedient werden, später sollen die Maschinen dann dank einer KI lernen, menschliche Bewegungen nachzuahmen.

Auch Konkurrenz Lawson will ab September die Maschinen einsetzen.

Jin Tomioka, Geschäftsführer von Telexistence, sagte zu seinem Roboter: „Er erweitert den Umfang und das Ausmaß der menschlichen Existenz.“

Idee Roboter einzusetzen, ist nicht neu

Die Idee, humanuide Maschinen einzusetzen, wurde zum ersten Mal vor vier Jahrzehnten von Professor Susumu Tachi, dem Mitbegründer des Start-ups, vorgeschlagen.

Telexistence hat von der Technologie-Investmentfirma Softbank Group und dem Mobilfunkanbieter KDDI in Japan sowie von Investoren aus dem Ausland, darunter der europäische Passagierflugzeughersteller Airbus SE, Finanzmittel erhalten.

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Das Unternehmen nennt ihren Roboter Model T, eine Anspielung auf das Auto der Ford Motor Co., mit dem vor einem Jahrhundert die Ära der Massenmotorisierung begann.

Sein Design soll dazu beitragen, dass sich die Käufer wohlfühlen, denn es hat sich gezeigt, dass sich einige Menschen in der Nähe der Maschinen, die zu menschlich aussehen, unwohl fühlen.

Roboter sind in der Öffentlichkeit immer noch ein seltener Anblick. Insbesondere in den unberechenbaren städtischen Umgebungen haben sie mit einfachen Aufgaben zu kämpfen.

Die Lösung dieses Problems könnte den Unternehmen in den Industrienationen, insbesondere in Japan, wo die Bevölkerung immer älter wird, helfen, mit weniger Arbeitskräften auszukommen.

Seitdem die Pandemie in Japan ausgebrochen ist, hat das Unternehmen immer mehr Anfragen bekommen. Darunter auch von Hotels, Restaurants und sogar Gasproduzenten.

„Es ist jetzt schwer zu sagen, welche Auswirkungen Roboter in Restaurants haben könnten. Es könnten weniger Menschen kommen, aber es könnte auch neue Arbeitsplätze schaffen“, so Niki Harada, ein Funktionär der japanischen Restaurantarbeitergewerkschaft.

Roboter könnten auch in anderen Bereichen eingesetzt werden

Der Einsatz von menschlichen Bedienern mit Virtual-Reality-Brillen und Bewegungssensor-Steuerungen zur Schulung ihrer Maschinen senkt die Kosten im Vergleich zu einer komplexen Programmierung, die zehnmal mehr als die Hardware kosten und Monate dauern kann, so Telexistence.

Obwohl FamilyMart nach wie vor Menschen zur Steuerung benötigt, können sich die Bediener überall aufhalten, auch Menschen, die normalerweise nicht in Geschäften arbeiten würden, sagte Tomohiro Kano, ein für die Franchise-Entwicklung verantwortlicher Geschäftsführer.

Die Maschinen werden zuerst noch von Menschen gesteuert
Die Maschinen werden zuerst noch von Menschen gesteuert

Zukünftige Roboter könnten auch in Krankenhäusern eingesetzt werden, sodass Ärzte Operationen von entfernten Orten aus durchführen könnten, prognostizierte Professor Takeo Kanade, ein KI- und Robotikwissenschaftler an der Carnegie Mellon University in den Vereinigten Staaten, der im Februar als Berater zu Telexistence kam.

Es könne jedoch noch weitere 20 Jahre dauern, bis Roboter in den Häusern der Menschen arbeiten könnten, so der Berater.

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