Japan tötete bei der diesjährigen Walfang-Session 122 schwangere Tiere

Die Walfang-Session in Japan ist vorbei und mehr als 333 Zwergwale starben. Neue Details zu den getöteten Tieren sorgen ein weiteres Mal für internationale Empörung. Laut Medienberichten aus Japan befinden sich unter den getöteten Tieren 122 weibliche Exemplare, die schwanger waren. Die International Whaling Commission und weitere Organisationen sind von der Zahl entsetzt.

Die International Whaling Commission veröffentlichte bereits letzten Monat einen Bericht, laut dem 114 der getöteten Tiere trächtig waren. Der neue Bericht belegte für viele, dass Japan Wale aus rein kommerziellen Zwecken jagt und nicht wie angegeben für wissenschaftliche Forschungen.

Laut Humane Society International ist die Statistik schockierend und zeigt die Grausamkeit des Wahlfangs. Sie betonen, dass es nicht tödliche Möglichkeiten für Studien gibt, um die Tiere zu erforschen. Japan will davon nicht viel hören. Yuki Morita von der Internationalen Walfangkommission verteidigt die Statistik.

Die Fischer fingen die Tiere nach dem Zufallsprinzip und machten nicht explizit Jagd auf schwangere Tiere. Er findet die Zahl der trächtigen Zwergwale allerdings beeindruckend. Laut ihm zeigt das, dass es mehr geschlechtsreife Weibchen gibt als vermutet. Das wiederum bedeutet einen Anstieg des Bestandes.

Jagen unter dem Vorwand der Forschung

Japan fing von Ende Dezember bis diesen März mit fünf Schiffen genau 333 Zwergwale in der Antarktis, wie vorher angegeben. Seit Jahren kritisieren andere Nationen den Walfang, der unter dem Deckmantel der Forschung geschieht. Kommerzieller Walfang ist seit Jahren verboten. Allerdings ist es erlaubt, das Fleisch der getöteten Forschungstiere zu verkaufen. 2014 klagte Australien gegen Japan vor dem Internationalen Gerichtshof. Das Gericht stimmte der Klage zu, dass Japan nur unter einem Vorwand jagt und die Tiere für kommerzielle Zwecke nutzt. Geändert hat sich seit dem Urteil allerdings nichts.

Quelle AFP, Asahi

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