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Verteidigungsminister Taro Kono wollte Kampfjets ersetzen

Japan überlegt Kampfdrohnen statt Kampfjets zu nutzen

In Sachen Landesverteidigung will Japan weiter aufrüsten. Wie nun berichtet wurde, plante der ehemalige Verteidigungsminister für die Zukunft auf Kampfdrohnen zu setzen, statt auf Kampfflieger.

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Anfang des Jahres schlug der ehemalige Verteidigungsminister Taro Kono vor für die Zukunft unbemannte Kampfdrohnen anzuschaffen, laut anonymen Beamten. Sie sollten die alten F-2 Jets der Luftverteidigung ersetzen, die innerhalb von zwei Jahrzehnten ausgemustert werden sollen. Das Ministerium will so vor allem Entwicklungskosten sparen.

Japan hat keine Ahnung von Kampfdrohnen

Im Ministerium selbst unterstützen nur wenige die Idee von Kono. Es wurde darauf hingewiesen, dass eine starke importabhängige Entwicklung die Wirtschaft des Landes schwächt. Japan hat kaum Erfahrung solche fortschrittliche Technologie zu entwickeln und muss deswegen unweigerlich auf Wissen aus dem Ausland zurückgreifen.

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Wie Kyodo berichtete wurden die Gespräche zu der Anschaffung der Waffen allgemein vorerst unterbrochen. Grund dafür war im Juni der abrupte Stopp der Aufstellung des amerikanischen landgestützten Aegis Ashore Raketenabwehrsystem. Zusätzlich sehen die aktuellen Pläne für die Luftverteidigung auch anders aus.

Zurzeit will Japan bei Kampfjets bleiben

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Zurzeit wird geplant, dass im Geschäftsjahr 2024 britische und US-Unternehmen zusammen mit Japan an einem neuen Kampfjet arbeiten. Er soll dabei bis 2035 fertig sein, um pünktlich die F-2 Flieger abzulösen. Die Kosten werden laut Ministerium bei etwa 9,6 Milliarden Euro liegen. Im Vergleich dazu kostet eine unbemannte MQ-9 Reaper Drohne nur um die 12.000 Euro.

Das Ministerium selbst hatte 2018 mit nationalen Verteidigungsrichtlinien versprochen, mithilfe technischer Innovationen Arbeitskräfte zu sparen und Abläufe zu automatisieren. Drohnen standen dabei jedoch nicht auf dem Plan und werden wohl auch in der Zukunft nur auf Plänen existieren. Bisher hat sich der aktuelle Minister, Nobuo Kishi, jedenfalls nicht zu derartigen Plänen geäußert. Besonders in Hinsicht auf China könnte das jedoch irgendwann Probleme machen.

Das Nachbarland setzt stark auf die Entwicklung unbemannter Fluggeräte. Erst im Oktober zeigten sie der Öffentlichkeit bei einer Militärparade eine hochmoderne GJ-11-Stealth-Drohne. Auch Russland rüstet stark auf und besitzt moderne unbemannte Fluggeräte.

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