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Japan will Vorfälle verhindern

Japan übernimmt Entsorgungskosten für das verseuchte Wasser des US-Militärs

Ende letzten Monats sorgte das US-Militär in Japan für große Empörung, weil sie in Okinawa verseuchtes Wasser in die Kanalisation abgelassen hatten. Die japanische Regierung gab jetzt bekannt, dass sie alle zukünftigen Entsorgungen übernehmen werden.

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Am Freitag bestätigte das Verteidigungsministerium und andere Behörden, dass sie das kontaminierte Wasser von der US Marine Corps Air Station Futenma in Ginowan sammeln und auf ihre Kosten entsorgen werden. Man will so weitere illegale Entsorgungen verhindern. Es handelt sich dabei aber aktuell nur um eine vorläufige Notmaßnahme, da die Entsorgung wegen der Taifun-Saison dringend ist.

US-Militär will Kosten nicht tragen

Zurzeit soll es noch 360.000 Liter von dem verseuchten Wasser auf der Militärbasis geben. Die USA ist dabei nicht bereit, es selbst so entsorgen, weil ihnen die Kosten dafür zu hoch seien. Japan muss für die Beseitigung des Wasser vermutlich 92 Millionen Yen (ca. 713.300 Euro) zahlen.

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Bei dem Vorfall am 26. August wurden 64.000 Liter mit PFOS versetztes Wasser ins Abwassersystem von Ginowan gegossen. Das US-Militär gab dabei an, dass das Wasser so weit gereinigt gewesen sei, dass es ungefährlich wäre.

Japan war mit der Wasserentsorgung nicht einverstanden

Erste Untersuchungen des Abwasser lassen jedoch anderes vermuten, da die Wasserproben sehr hohe Werte von der Chemikalie aufwiesen.

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Japan hatte der Entsorgung auf diese Art ausdrücklich widersprochen und es wurde mit der US-Regierung nach einer anderen Möglichkeit gesucht. Ob die Gespräche nun fortgesetzt werden, ist noch nicht klar.

Dass sie sich Japan widersetzen, erklärte das US-Militär damit, dass die Tanks für das Wasser auf ihrem Gelände fast voll gewesen wären und es daher die Befürchtung gegeben hätte, dass sie beim nächsten Taifun durch den Regen hätten auslaufen können.

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