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Japan und die EU unterzeichnen Freihandelsabkommen JEFTA

Was in langen Verhandlungen vorbereitet wurde, ist am Dienstag, den 17. Juli amtlich geworden: Japan und die Europäische Union unterzeichneten auf einem Gipfeltreffen das Freihandelsabkommen JEFTA. Dazu trafen sich der japanische Premierminister Shinzo Abe, der Präsident des Europäischen Rates, Donald Tusk, und der Präsident der Europäischen Kommission, Jean-Claude Juncker, in Tokyo.

Die Europäische Union und Japan feiern nach langen Gesprächen den Abschluss dieses Abkommens und damit den weiteren Abbau von Handelsbarrieren zwischen beiden Wirtschaftsräumen. Die Vertragsunterzeichnungen waren bereits zu Beginn dieses Monats geplant gewesen. Doch der Starkregen und seine Folgen im Südwesten Japans verhinderten bisher den Abschluss und die dazu geplante Reise Abes nach Brüssel. Die tödliche Unwetterkatastrophe kostete bisher über 200 Menschen das Leben und machte Tausende obdachlos.

Die EU und Japan stellen zusammen mehr als ein Drittel der weltweiten Wirtschaftsleistung und umfassen mehr als 600 Millionen Einwohner. Das Freihandelsabkommen zieht einen Zollabbau von etwa 99 Prozent auf japanische Waren nach sich, Exporte europäischer Waren fallen zu 94 Prozent unter die Zollfreiheit. Schon 2013 gab es erste Gespräche zwischen den beiden Wirtschaftsräumen. Der Zeitpunkt der Vertragsunterzeichnung fällt nun genau in den großen Handelsstreit zwischen den USA und China, welcher reziproke Einfuhrzölle für beide Länder beschert.

Stärkung von Handelsbeziehungen erhofft

Nach Angaben des japanischen Außenministeriums erhoffen sich Japan und die EU durch das JEFTA- Abkommen die Belebung der Wirtschaft durch gegenseitige Direktinvestitionen sowie die Stärkung japanischer Marken auf dem europäischen Markt. Darüber hinaus soll dem Trend des Protektionismus (Schutzzölle, Einfuhrbeschränkungen zum Schutz der inländischen Wirtschaft) entgegengewirkt werden. Die EU erwartet durch das Handelsabkommen einen Anstieg der Exporte von Chemikalien, Bekleidung oder Kosmetika nach Japan und damit eine Sicherung von Arbeitsplätzen in Europa. Japanische Verbraucher haben schon lange ein großes Interesse an europäischen Produkten. Der durch das Abkommen erwartete Preisrückgang dürfte wohl die Kauflust der Japaner ankurbeln.

Japan beteiligt sich derzeit an weiteren Handelsgesprächen. Seit Monaten bemüht sich Japan um die Unterzeichnung und damit um das Inkrafttreten des TTP (Trans-Pacific Partnership). Vier der insgesamt 12 Staaten fehlen noch. Japan versucht weiterhin die USA davon zu überzeugen, dem transpazifischen Freihandelsabkommen beizutreten. Die Vereinigten Staaten hatten sich nach der Präsidentenwahl Donald Trumps aus diesem Pakt zurückgezogen.

Quelle: Asahi Shimbun

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2 Kommentare

  1. Der Turm zu Brüssel (Babylon, EU Parlament) machen ein Abkommen mit korrupten Politikern in Japan und erfreuen sich am Götzendienst, um Wasser zu einer Ware zu machen.

    Viel Spaß in der Hölle!

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