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Japan und Indien wollen Sicherheitsbeziehung mit Militärübung verbessern

Abkommen zum Teilen von Gütern und den Fähigkeiten in der Verteidigung macht Fortschritte

Das japanische Verteidigungsministerium möchte schon seit einer Weile die Sicherheitsbeziehung zu Indien verbessern. Daher trafen sich am Samstag Vertreter von beiden Ländern zu einem Gespräch. Es wurde sich dabei auf eine gemeinsame Kampfflugzeugübung geeinigt, die in Japan stattfinden soll, um die bilaterale Sicherheitskooperation zu fördern.

Bei dem ersten „Zwei-plus-Zwei“-Sicherheitsgespräch in Delhi trafen sich die Außen- und Verteidigungsminister der beiden Ländern. Neben der gemeinsamen Übung wurde ebenfalls über ein Abkommen zum Teilen von Verteidigungsfähigkeiten und -gütern einschließlich Treibstoff und Munition gesprochen, bei dem es Fortschritte gab. Beide sprachen sich dafür aus, dass das Acquisition and Cross-Servicing Agreement (ACSA) zu einem raschen Abschluss kommt.

Ein freier und regelbasierter Indopazifik

Bis jetzt ist geplant, dass Japans Premierminister Shinzo Abe im Dezember bei einem Gespräch mit dem indischen Premierminister Narendra Modi das Abkommen unterschreibt. Die Übung zwischen der japanischen Air Self-Defense Force und der Indian Air Force soll hingegen nächstes Jahr stattfinden. Es ist für Japan erst die vierte Übung dieser Art mit ausländischen Streitkräften.

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Japans Verteidigungsminister Taro Kono gab während des Treffens an, dass die Gespräche ein Symbol für eine höhere Bedeutung der Sicherheitsbeziehung zwischen den Ländern im indopazifischen Raum ist. Neben ihm nahmen der japanische Außenminister Toshimitsu Motegi, der indische Außenminister Subrahmanyam Jaishankar und der indische Verteidigungsminister Rajnath Singh teil.

Vorab erklärte Jaishankar, dass die Gespräche die steigende strategische Konvergenz zwischen den Ländern und den gemeinsamen Wunsch nach einer vertieften Sicherheits- und Verteidigungszusammenarbeit widerspiegeln.

Die Minister teilten dabei die Ansicht eines offenen, integrativen, freien und regelbasierten Indopazifik. Weiter begrüßen sie die trilaterale Verteidigungszusammenarbeit mit den USA. Unter anderem gab es die jährlichen Malabar-Marineübungen und das Außenministertreffen in Australien.

Zusammenarbeit bei Nordkorea

Indiens und Japans Minister einigten sich zusätzlich auf die Förderung des Informationsaustausches über den Indischen Ozean. Sie wollen dafür das Informationsfusionszentrum für die Region Indischer Ozean nutzen, das es seit letzten Dezember gibt. Dazu soll es die gemeinsame Forschung im Bereich der unbemannten Bodenfahrzeugrobotik vorantreiben.

Hintergrund für die verstärkte Zusammenarbeit ist die wachsende Macht von China, die Indien ebenfalls besorgt betrachtet. Von dem Land steigt die militärische Präsenz in dem Gebiet und dazu häufen sich die territorialen Ansprüche. Die Länder riefen deswegen dazu auf, die Grundsätze der Souveränität und der territorialen Integrität zu wahren.

Ebenfalls wurde über Nordkorea gesprochen. Alle verurteilten das Starten von ballistischen Raketen vom Norden und sind sich einig, dass es ein Verstoß gegen die Resolutionen ist. Beide Länder verpflichten sich, als Reaktion die Sanktionen gegen Pjöngjang uneingeschränkt durchsetzen. Sie wollen so die komplette Abrüstung des Landes erreichen. Dazu fordern sie, dass sie das Entführungsproblem endlich lösen.

Am Ende des Treffens einigten sich die Minister auf ein weiteres Treffen in Tokyo. Ein genaues Datum legten sie dabei jedoch noch nicht fest. Vermutlich wird es im ersten Halbjahr von 2020 stattfinden.

Kyodo

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