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Japan und Nordkorea – Die Zeit für Gespräche ist vorbei

Der japanische Premierminister Shinzo Abe erklärte am Mittwoch, dass sich alle Länder kollektiv zusammenschließen müssten, um die Sanktionen gegen Nordkorea durchzusetzen und den Druck auf die von Kim Jong-Un geführte Diktatur zu verstärken.

Die Eskalationsspirale reißt nicht ab. Am Dienstag dieser Woche drohte US-Präsident Donald Trump, dass die USA Nordkorea „total zerstören“ werden, falls das Land die USA oder seine Verbündeten bedroht.

Nun legte Japans Ministerpräsident noch einmal nach. Bei einer Versammlung mit Investoren an der New Yorker Börse sprach sich Shinzo Abe gegen Gespräche und für eine härte Gangart mit dem nordkoreanischen Diktator Kim Jong-Un aus.

Auf der Investorenversammlung erklärte er: „Jetzt ist nicht die Zeit für einen Dialog. Jetzt ist es an der Zeit, Druck auszuüben.“ Nur um dies später bei einer Rede vor den Vereinten Nationen noch einmal zu bekräftigen.

„Wir müssen verhindern, dass die Güter, Gelder, Menschen und Technologien, die für die Entwicklung von Atomwaffen und Raketen notwendig sind, nach Nordkorea gelangen.“

„Wir können nicht zufrieden damit sein, dass die UNO neue Sanktionen gegen Nordkorea beschlossen hat“, so der Premierminister weiter. „Entscheidend ist jetzt, dass die Sanktionen ohne Versäumnisse in Kraft treten werden, und das erfordert eine Zusammenarbeit mit China und Russland.“

China und Russland sehen das etwas anders. Sie halten nur eine Rückkehr an den Verhandlungstisch für zielführend. Internationale Diplomatie und Gespräche mit Nordkorea sind laut den beiden Ländern die beste Methode, um die Krise um das Waffenprogramm Pjöngjangs zu lösen und die Provokationen zu beenden.

Diese Aussagen kommen nicht von ungefähr. Denn sollten die USA einen Einmarsch in Nordkorea planen und durchführen, wären die nächsten Nachbarn Russland und China.

Für Shinzo Abe ist die Lage jedoch mehr als verfahren. „Weil Nordkorea versäumt hat, die Entführungen (japanischer Bürger durch Nordkorea in den 70ern und 80ern), die Nuklearwaffen- und das Raketenprobleme zu lösen und dazu eine Bedrohung für die gesamte Menschheit darstellt, gibt es absolut keine Zukunft, die Nordkorea für sich beanspruchen kann“, so der japanische Premier. Desweiteren fügte er hinzu: „Einen Dialog um des Dialoges Willen zu führen sei sinnlos.“

Die Zeit für Gespräche mit Pjöngjang sind für Japan also scheinbar endgültig Geschichte. „Ob wir den Provokationen Nordkoreas ein Ende bereiten können oder nicht, hängt von der Solidarität der internationalen Gemeinschaft ab. Es bleibt nicht mehr viel Zeit.“

Letzte Woche Freitag feuerte Nordkorea bereits die zweite unangekündigte Rakete über die Insel Hokkaido ab. Seit Wochen verschärft sich nicht nur die Rhetorik sondern auch die Maßnahmen, wie die japanischen Reisewarnungen nach Korea und Rückrufe aus Korea zeigen.

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