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Die Länder wollen in verschiedenen Wirtschaftsbereichen zusammenarbeiten

Japan und Russland einigen sich auf gemeinsames Wirtschaftsprojekt

Seit einer Weile versucht Japan mehr mit Russland zusammenzuarbeiten und besonders bei den territorialen Streitigkeiten gemeinsam Fortschritte zu erwirken. Nun einigten sich die beiden Länder tatsächlich auf ein gemeinsames Wirtschaftsprojekt, das 2020 starten soll.

Am Freitag wurde bestätigt, dass sich das japanische und russische Außenministerium auf das Projekt einigte. Es soll nächstes Jahr auf den Inselgruppen starten, um die sich die beiden Länder nach wie vor streiten. Die Aktion soll dabei helfen, den Friedensvertrag zwischen den beiden Nationen zu erreichen, den es offiziell immer noch nicht gibt. Hauptursache dafür war in der Nachkriegszeit vor allem der Streit um die Inseln. Japan besteht weiterhin darauf, dass die vier Inseln vor Hokkaido zu Japan gehören und Russland sie illegal besetzte. Russland bezeichnet die Territorien hingegen als rechtmäßig ihre.

Gipfeltreffen mit Putin weiter ungewiss

Japans Außenminister bestätigte, dass am Freitag die Außenminister Toshimitsu Motegi und Sergey Lawrow über das Projekt bei einem Ministertreffen mit 20 Volkswirtschaften in Nagoya verhandeln. Beide Minister waren sich dabei einig, die Gespräche Mitte Dezember in Moskau fortzusetzen. Sie hoffen dann eine endgültige Entscheidung zu erreichen.

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Teil des Wirtschaftsprojektes sind hingegen fünf verschiedene Bereiche. Vertrauensbildende Maßnahmen soll es in Aquakultur, Gewächshäuseranbau, Tourismus, Windkraft und Abfallreduzierung geben. Schon im Oktober gab es ein Pilotprogramm für Tourismussreisen für Japaner, das Motegi als Erfolg bezeichnete. Tourismus und Abfallreduzierung gelten beide als einfachste Bereiche, was die rechtliche Lage angeht.

Was bei den 45 Minuten langem Treffen nicht zur Sprache kam, war das Gipfeltreffen zwischen Premierminister Shinzo Abe und dem russischen Präsidenten Wladimir Putin. Eigentlich sollten sie sich bereits letzten Monat bei einer Wirtschaftskonferenz in Chile treffen. Die wurde jedoch aufgrund der aktuellen Unruhen im Land abgesagt. Einen Ersatztermin gibt es bis jetzt nicht.

MS

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