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Japan und sein Ramen – heiß, lecker und nicht so gesund wie man meint

Heiß, lecker und ungesund

Es wird wieder kälter und was bietet sich da mehr an, als eine heiße Schüssel Ramen zu schlürfen? Ramen ist in Japan sehr beliebt, doch der Tod könnte nach dem Genuss schon an die Tür klopfen, was viele Menschen dazu bringt, lieber auf die Suppe zu verzichten.

Das BioMed Central veröffentlichte einen Artikel von drei japanischen Forschern der Jichi Medical University, der einen direkten Zusammenhang zwischen Ramen-Restaurants und der Sterberate durch Schlaganfälle herstellte.

Salzkonsum durch Ramen deutlich höher

Kurz danach schrieb der Asahi Shimbun, dass in den Präfekturen Tochigi, Akita, Aomori, Yamagata, Niigata und Kagoshima, die berühmt für ihre Ramen sind, der Bluthochdruck in der Bevölkerung überdurchschnittlich hoch ist.

Da in diesen Regionen oft und gerne Ramen gegessen wird, nehmen die Menschen auch viel Salz zu sich. Eine Umfrage bestätigte dies auch, denn es stellte sich heraus, dass die Präfektur Yamagata mehr Salz, als jeder andere Teil Japans, verbraucht.

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Natürlich führte dies zu entsprechenden Reaktionen auf Social-Media-Plattformen. Denn die Liebe zu Ramen ist in Japan groß, so groß, dass einige Ramen-Fans von Unwohlsein, Schlaflosigkeit und Verdauungsstörungen nach einer Schüssel Ramen berichteten. Trotzdem will sich keiner den Genuss schlecht reden lassen.

In Japan weiß man schon lange, dass Ramen dem Körper keinen Gefallen tut. Die Nudeln sind reich an Gluten und Zucker und die Brühe enthält viel MSG und gesättigtes Fett. Eine Kombination, die auch nicht gut für das Gehirn ist.

Daher wird Ramen oft mit Demenz in Verbindung gebracht.

Wieso lieben Japaner Ramen eigentlich so sehr?

Vor dem Zweiten Weltkrieg hieß Ramen Shinasoba (chinesische Nudeln) und war nicht so weitverbreitet wie heute, wo man an jeder Ecke ein Ramen-Restaurant findet.

In den 1950er Jahren stiegt jedoch die Anzahl der Ramen-Verkäufer in ganz Japan an. In der Zeit kämpfte die Nation noch gegen Mangelernährung an.

Zu dieser Zeit war Ramen ein einfaches und schnelles Essen gegen den Hunger.

Im Jahr 1958 stellte Momofuku Ando die ersten Instant-Ramen-Nudeln der Welt vor. Eine Mahlzeit, wie gemacht für das schnelle Wirtschaftswachstum Japans.

Nachdem Andos Firma Nissin Foods Inc. die Cup Noodle (getrocknete Nudeln und Suppe in einem Einwegbecher) vorgestellt hatte, begannen sie den Globus zu erobern. Auch in Deutschland wurde diese Ramen-Variante schnell beliebt.

Doch in Zeiten, in denen Menschen mehr auf ihren Körper achten, nachdem sie immer wieder Nachrichten über die Auswirkungen von diversen Lebensmitteln mitbekommen haben, wird auch Ramen kritisch betrachtet.

Ramen servieren ist harte Arbeit

Immer mehr Blogger berichten, dass ihr Lieblings-Ramen-Restaurant schließen musste, da die Eigentümer und Mitarbeiter unter gesundheitlichen Problemen leiden.

Ramen zu servieren ist eine harte Arbeit, Restaurantbesitzer arbeiten in der Regel 12 Stunden am Tag. Besonders die Herstellung der Nudeln ist arbeitsintensiv.

Dazu kommen noch die Dämpfe aus Fleisch- und Fischbrühe, die über länger Zeit Krebs und einen Schlaganfall auslösen können.

In einem Interview mit dem Asahi Shimbun rät Professor Tomonori Okamura von der Keio-Universität den Ramen-Restaurants, ihren Zucker- und Salzkonsum einzudämmen, und empfiehlt den Verbrauchern, ihre Gerichte mit Sojasprossen und anderem Gemüse zu ergänzen.

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