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Tropfen auf den heißen Stein

Japan unterstützt Künstler in der Unterhaltungsbranche mit 1,5 Milionen Yen

Die japanische Regierung will Künstler, die in der Unterhaltungsbranche tätig sind, mit 1,5 Millionen Yen (ca. 12.569,07 Euro) unterstützen.

Die Unterstützung ist für Menschen, die in den Bereichen Kultur, Kunst und Sport arbeiten. Die Regierung hat im zweiten Nachtragshaushalt 56 Milliarden dafür vorgesehen.

Künstler, Politiker und Veranstalter drängten längere Zeit auf Subventionen für die Unterhaltungsbranche

Ende Februar hatte die japanische Regierung die Unterhaltungsbranche darum gebeten, Großveranstaltungen abzusagen oder zu verschieben, was dazu führte, dass Theaterproduktionen, Konzerte und andere Veranstaltungen landesweit ausgefallen sind. Künstler, Veranstalter und einige Politiker drängten die Regierung bereits seit einiger Zeit dazu, Hilfsgelder zu zahlen.

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Der Zuschuss ist für Einzelpersonen und Kleinunternehmer vorgesehen, um die laufenden Aktivitäten, einschließlich Schulungen und Vorbereitungen auf Veranstaltungen, zu bezahlen und sie bei der Umsetzung von Hygienemaßnahmen zu unterstützen. Für mittelständische und große Unternehmen plant die japanische Regierung umfassendere Maßnahmen.

Bislang hat die japanische Regierung ein präferenzielles Steuersystem für diejenigen eingerichtet, die keine Rückerstattung für abgesagte Veranstaltungskarten erhalten, 2,1 Milliarden Yen für kulturelle Einrichtungen für Gegenmaßnahmen gegen das Virus bereitgestellt und 1,3 Milliarden Yen für die Unterstützung von Kulturgruppen und Künstlern bereitgestellt.

Während viele der Maßnahmen darauf abzielen, Veranstaltungen nach der Eindämmung der Pandemie wiederzubeleben, hat die Regierung keine umfassenden Schritte zur Kompensation finanzieller Schäden durch die Absage und Verschiebung von Veranstaltungen angekündigt.

52,2 Milliarden Verlust durch die Pandemie

Laut dem in Tokyo ansässigen Kunst- und Kulturforum, das sich aus 21 Gruppen aus den Bereichen Unterhaltung, Musik, Film und anderen kulturellen Bereichen zusammensetzt, wurden etwa 5.600 Veranstaltungen über einen Zeitraum von drei Wochen abgesagt, nachdem die Regierung am 26. Februar darum gebeten hatte, während des Ausbruchs große Veranstaltungen abzubrechen. Die Absagen haben Schätzungen zufolge finanzielle Verluste in Höhe von 52,2 Milliarden Yen verursacht.

Auch wenn der Ausnahmezustand nun aufgehoben ist, treffen die Menschen weiterhin Vorkehrungen gegen eine COVID-19-Infektion und passen ihre Lebensgewohnheiten an. Dies stellt für Künstler und Veranstalter von Live-Veranstaltungen eine große Herausforderung dar, wenn es darum geht, ihre Geschäftstätigkeit wieder auf den Stand vor der Pandemie zu bringen.

Drei Gruppen der Kulturindustrie, die Film, Theater und Musik vertreten, haben am 22. Mai bei der Regierung eine gemeinsame Petition auf mehr Unterstützung für Kunst und Kultur eingereicht. Sie bemühten sich um Mittel aus dem öffentlichen und privaten Sektor, um Umsatzeinbußen bei Veranstaltungen und Vorführungen auszugleichen. Sie baten auch um finanzielle Unterstützung bei den Fixkosten und darum, dass die Regierung so früh wie möglich Subventionen für die Anpassung der Beschäftigung zahlt.

MA

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