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Experten befürchten Anstieg an Süchtigen

Japan untersucht Auswirkungen der Pandemie auf die Spielsucht

Mit dem weltweiten Ausbruch von Covid-19 hat sich für viele Menschen das Leben schlagartig geändert. Neben einigen positiven Entwicklungen gibt es aber auch besorgende Auswirkungen. Nun will die Regierung unter anderem den Einfluss auf die Spielsucht untersuchen.

Wie angekündigt wurde, wird die nationale Regierungsumfrage zur Spielsucht in diesem Geschäftsjahr Daten hinzufügen, die sich mit den Auswirkungen der Pandemie beschäftigen. Die Umfrage wird alle drei Jahre durchgeführt und befasst sich eigentlich nur mit der Zählung von mutmaßlichen Spielsüchtigen. Mit einbezogen werden die Selbstisolierung zu Hause und geschlossene Spieleinrichtungen. Vor allem werden die Zahlen vor dem Aufruf zur Selbstisolierung mit denen danach verglichen.

WHO warnt vor steigenden Zahlen

Der Verkauf von Wettscheinen wurde zuletzt an Pferderennbahnen und Bootsrennstrecken eingestellt, damit die Menschen nicht herausgehen. Auch Wettbüros und Pachinko-Salons waren angehalten den Betrieb einzustellen. Das sorgte dafür, dass besonders das Interesse an Online-Glücksspiel stark anstieg.

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Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) warnt aktiv vor den Auswirkungen der Pandemie auf Süchtige. Schon im Bereich der Alkoholsucht wurde von Hilfsstellen ein Anstieg bemerkt. Laut der WHO wurde auch das Risiko zu Spielsucht deutlich ansteigen. Experten sind deswegen besorgt, dass die Zahl der Süchtigen zugenommen hat und dass sich der Zustand von bereits Betroffenen verschlimmert hat.

Hunderttausende gelten als süchtig

Menschen wollen Stress abbauen und an was anderes denken, weswegen sie anfangen zu spielen. Die Warnung der WHO war unter anderem Auslöser zur Ergänzung der Regierungsumfrage in Japan.

Bei der letzten Umfrage meldete die Regierung 2017, dass 3,7 Prozent der Bevölkerung schon mal spielsüchtig waren. Für das gleiche Jahr würden rund 700.000 Menschen erfasst, die immer noch unter der Sucht leiden.

MS

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