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Missbrauch in Kindergärten

Japan untersucht den landesweiten Umgang mit Missbrauchsfällen in Kindergärten

Die japanische Regierung hat angekündigt, den Umgang mit Missbrauchsfällen in Kindergärten landesweit zu untersuchen und reagiert damit auf einen Fall in der Stadt Susono.

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Der Fall in der Stadt Susono zeigt, dass in manchen Gemeinden über Missbrauch erst sehr spät informiert wird. Zudem hatte die Einrichtung versucht, die Fälle zu vertuschen.

Leiter der Kindertagesstätte versuchte, die Missbrauchsfälle zu vertuschen

In einer Kindertagesstätte in der Stadt wurden Kinder über Monate hinweg mehrfach Opfer von Missbrauch. Die Stadtverwaltung machte die Fälle aber erst vor wenigen Tagen öffentlich und zögerte zunächst auch, eine Strafanzeige wegen der Missbrauchsfälle zu stellen.

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Es stellte sich heraus, dass der Leiter des Kindergartens versucht hatte, die Fälle zu vertuschen, in dem er alle Mitarbeiter dazu zwang, einen Vertrag zu unterzeichnen, mit dem sie zum Stillschweigen gezwungen wurden.

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Der Leiter meldete sich auch nicht bei den städtischen Behörden oder der Polizei, obwohl er dazu verpflichtet gewesen wäre. Auch Eltern erhielten keine Informationen.

Stadtverwaltung in der Kritik

Die Stadtverwaltung wurde für ihre langsame Reaktion kritisiert, da sie den Fall erst letzte Woche aufdeckte, mehr als drei Monate, nachdem sie Mitte August erstmals einen Hinweis auf die Missbrauchsvorwürfe erhalten hatte.

Die Polizei hat mittlerweile drei Erzieherinnen festgenommen, die seit Juni Kinder misshandelt haben sollen.

Das japanische Ministerium für Gesundheit, Arbeit und Soziales will die Untersuchung bis Jahresende durchführen, um so die Missbrauchsfälle in Kindergärten in den Griff bekommen.

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