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Forscher aus Südkorea, USA und anderen Ländern reisten an

Japan veranstaltet internationales Treffen zum Thema Hikikomori

In Japan gibt es in der Gesellschaft vor allem für junge Menschen eine Menge Druck. Einige können oder wollen das jedoch nicht und ziehen sich in ihre eigenen vier Wände zurück. Das Phänomen der sozialen Einsiedler ist in Japan ein so großes Problem, dass diese Menschen einen eigenen Namen haben: Hikikomori. Kürzlich fand am Donnerstag ein internationales Treffen zu den Hikikomori in Japan statt.

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20 Personen nahmen an dem Treffen in dem Kyushu Universitätskrankenhaus in der Stadt Fukuoka teil. Neben japanischen Forschern waren ebenfalls welche aus Südkorea, Hongkong und den USA anwesend. Gleichermaßen nahmen Vertreter von gemeinnützigen Gruppen teil.

Verschiedene Methoden und Situationen

Sie sprachen zusammen über verschiedene Möglichkeiten, um den Hikikomori und ihren Familien zu helfen und sie zu unterstützen. Unter anderem nehmen die Fälle gleichermaßen in den USA, Europa und in anderen Ländern zu. Organisiert wurde das Treffen von Takahiro Kato, der Dozent an dem Krankenhaus ist. Aufgrund der weltweit steigenden Zahlen wollen Forscher die Ursachen in ihrem Land finden und Unterstützungssysteme einrichten.

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Die Forscher erklärten deswegen bei dem Treffen die verschiedenen Systeme, die sie in ihrer Heimat verwenden. Ein Wissenschaftler aus Hongkong beschrieb, wie sie versuchen, mit Tieren den Hikikomori zu helfen. Tiere sollen dank der Interaktionen wieder den sozialen Kontakt schrittweise verbessern. In Japan versuchen hingegen unter anderem Gruppen mit Freiwilligen, die als Geschwisterersatz dienen, den Betroffenen zu helfen.

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Ein Wissenschaftler aus den USA erklärte hingegen, dass sich wohl viele Menschen Sorgen um das Problem machen. Er erhielt bereits zahlreiche Nachrichten von Hikikomori und ihren Familien. Er sah deswegen das Treffen als gute Möglichkeit an, über die Situation in anderen Ländern zu lernen. Alle Teilnehmer waren sich am Ende des Treffens einig, dass sie sich weiterhin zu den Herausforderungen und den Support-Systemen austauschen wollen. Ob es nächstes Jahr wieder ein Treffen in Japan gibt, ist noch nicht bestätigt.

NHK

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