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Schnellere Evakuierungen

Japan verbessert die Warnung vor Starkregen und Überschwemmungen

Japans meteorologische Agentur (JMA) will schneller vor Starkregen und Überschwemmungen warnen und wird dafür ab Juni Informationen über lineare Regenbänder, sogenannte „senjo kosuitai“, veröffentlichen.

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„Sobald lineare Regenbänder auftreten, werden sie wahrscheinlich zu einer Katastrophe führen“, so Naoyuki Hasegawa, Leiter der JMA, auf einer Pressekonferenz. „Sobald die Informationen veröffentlicht werden, möchte ich, dass sich die Menschen auf eine massive Regenkatastrophe vorbereiten.“

Warnung vor Starkregen soll zu schnelleren Evakuierungen führen

Die neue Vorhersage wird Japan in elf große Gebiete unterteilen. Wenn die Wahrscheinlichkeit für Starkregen hoch ist, wird die JMA die Vorhersage bereits einen halben Tag im Voraus und mindestens sechs Stunden vorher veröffentlichen.

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Lineare Regenbänder bestehen aus Reihen von Kumulonimbuswolken, die sich über Dutzende bis Hunderte von Kilometern erstrecken. In den Regionen, die unter ihren Windrichtungen liegen, kommt es zu sintflutartigen Regengüssen.

Das neue System soll den Bewohnern helfen, schnell zu evakuieren, und den örtlichen Behörden die Vorbereitung auf eine Katastrophe erleichtern.

Vorhersagen noch nicht so genau

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Die JMA untersuchte die Genauigkeit des neuen Systems anhand von Fällen aus den Jahren 2019 bis 2021 und stellte fest, dass der Prozentsatz der genau vorhergesagten linearen Regenbänder bei etwa einem von vier Fällen lag.

Für die Vorhersage von linearen Regenbändern werden Daten zur Wasserdampfmenge benötigt, die jedoch aufgrund fehlender Beobachtungsgeräte nur schwer vorhergesagt werden können.

Die Behörde hat ein Beobachtungsnetz aufgebaut und nutzt den Supercomputer Fugaku, der gemeinsam vom Forschungsinstitut Riken und Fujitsu entwickelt wurde, um lineare Regenbänder vorherzusagen. Die Genauigkeit ist jedoch noch nicht ganz ausgereift.

Derzeit ist eine Vorhersage nur für weite Gebiete, wie die nördlichen Regionen Kyushu und Chugoku, möglich. Daher wird davon ausgegangen, dass etwa zwei Drittel der Vorhersagen falsch sein werden. Die Genauigkeit soll allerdings weiter verbessert werden, damit 30 Minuten vor der Bildung von Regenbändern gewarnt werden kann.

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