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Japan verbietet Flugzeugen aus Belarus die Landung

Die japanische Regierung hat am Donnerstag angekündigt, dass Flugzeuge, die zur belarussischen Airline gehören, nicht mehr in Japan landen dürfen.

Damit reagiert die Regierung auf eine durch Belarus erzwungene Landung eines Ryanair Flugzeugs Ende Mai, bei dem der Blogger und Journalist Roman Protasewitsch, einer der Gründer einer regierungskritischen Webseite, festgenommen wurde.

Japanische Flugzeuge sollen nicht über Belarus fliegen

Neben dem Landeverbot von belarussischen Flugzeugen, rät die Regierung auch japanischen Airlines davon ab, nach Belarus zu fliegen, da die Aktion des Landes die Konvention über die internationale Zivilluftfahrt verletzt hat.

All Nippon Airways (ANA) ist bereits der Empfehlung der Europäischen Agentur für Flugsicherheit gefolgt und meidet seither den Luftraum von Belarus. Japan Airlines (JAL), sagte, dass sie keine Flugrouten über das europäische Land hat.

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Das Landeverbot hat allerdings nur symbolischen Wert, da Japan und Belarus keine direkte Flugverbindung haben. Trotzdem folgt Japan damit der Europäischen Union, die belarussischen Flugzeugen verboten hat, den Luftraum der EU zu überfliegen oder auf einem der zahlreichen Flughäfen zu laden.

Erzwungene Landung verurteilt

Japans leitender Kabinettssekretär Katsunobu Kato sagte auf einer Pressekonferenz: „Wir verurteilen aufs Schärfste die erzwungene Landung eines zivilen Flugzeugs und die willkürliche Verhaftung eines Passagiers an Bord durch die belarussischen Behörden, und wir fordern die sofortige Freilassung des verhafteten Journalisten.“

Am 23. Mai hatten die belarussischen Behörden ein Ryanair-Flugzeug nach Minsk umgeleitet, indem sie behaupteten, dass sich eine Bombe an Bord befinden soll. Kurz nach der Landung wurden Roman Protasewitsch und seine Frau, die sich an Bord befanden, festgenommen und er befindet sich seitdem in Haft.

Amnesty International geht davon aus, dass der Journalist in Haft misshandelt wird und hat eine Petition gestartet.

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