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Japan vergibt langfristige Aufenthaltsberechtigung an einen Transgender-Ausländer

Einwanderungsbehörde erkennt langjährige Beziehung an

Eine Transfrau aus Südostasien, hat als erster Transgender-Ausländer in Japan eine langfristige Aufenthaltsberechtigung bekommen.

Die Regierung gewährte der 58-Jährigen am 14. August ein einjähriges Langzeitvisum, das weiter verlängert werden kann.

Langjährige Beziehung als entscheidender Faktor

Ihre Anwältin sagte am Montag auf einer Pressekonferenz, dass ihre langfristige Beziehung zu einem japanischen Mann ein entscheidender Faktor gewesen sein kann, den das Justizministerium bei der Überprüfung des Falls einbezogen hat.

Sie fügte hinzu, dass das Verfahren unter den gleichen Bedingungen durchgeführt worden sei, wie es bei rechtmäßig verheirateten Paaren der Fall ist. „Ich glaube, das Ministerium sah das Paar an, als wären sie verheiratet“, so die Anwältin.

Die Frau kam 1981 zum ersten Mal mit einem Entertainer-Visum nach Japan und hat sich, laut eigener Aussage, mit dem Land verbunden gefühlt, konnte ihren Aufenthalt aber nicht legal verlängern.

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Frau musste Missbrauch in ihrer Heimat ertragen

„Damals hatte ich keinen triftigen Grund, in Japan zu bleiben, bis ich meinen Partner traf“, so die Frau auf der Pressekonferenz.

Aufgrund ihres geschlechtsspezifischen Hintergrunds konnte die Frau nicht in ihre Heimat zurückkehren, wo sie bereits Beleidigungen und körperlichen Missbrauch ertragen musste, was bei ihr ein schweres Trauma auslöste.

2002 lernte sie ihren jetzigen Partner kennen und beide sagen, dass sie ein Ehepaar sind. Allerdings durfte das Paar in Japan nicht offiziell heiraten.

2016 erhielt das Paar ein Partnerschaftszertifikat einer Gemeinde in Japan, was zur Hoffnung beitrug, dass die Frau ihren Aufenthalt in Japan legalisieren könnte.

Im März 2017 stellte sie einen Antrag bei der Einwanderungsbehörde, in dem sie bat, in Japan bleiben zu können. Die Frau sagte damals, dass sie bis zum Ende ihrer Tage bei ihrem Partner bleiben möchte.

Japan soll gleichgeschlechtliche Ehen zulassen

„Ich muss die Freundlichkeit zurückzahlen, die mir in Japan gegeben wurde und ich werde mein Bestes tun, um mein Versprechen zu halten, dass ich gegeben habe, als mir das Visum erteilt wurde“, so die Frau.

Sie hofft, dass das die Anerkennung ihrer Partnerschaft und die Genehmigung des Visums bei Gerichtsverfahren in Japan helfen wird, das Verbot der gleichgeschlechtlichen Ehe zu kippen. Sobald Japan die gleichgeschlechtliche Ehe erlaubt, wird sie sofort eine Heiratsurkunde beantragen, so die Frau zu den Journalisten.

Am 14. Februar verklagten 13 Paare die Regierung, die die Anerkennung der gleichgeschlechtlichen Ehe erzwingen wollten.

Shigenori Nakagawa, ein weiterer Jurist, der auf der Pressekonferenz dabei war, betonte, dass LGBT-Paare in Japan nach wie vor mit Herausforderungen konfrontiert sind. „Japan ist das einzige Land in der Gruppe der Sieben, das keine gleichgeschlechtliche Ehe erlaubt“, sagte er.

Quelle: Ma, Kyodo

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