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Härtere Maßnahmen gefordert

Japan verlängert Ausnahmezustand im Großraum Tokyo

Die japanische Regierung hat am Freitag den Ausnahmezustand für den Großraum Tokyo um zwei Wochen verlängert.

Die Maßnahme sollte eigentlich am 7. März enden, allerdings haben die Gouverneure der betroffenen Region im Vorfeld ihre Befürchtungen geäußert, dass die Aufhebung verfrüht wäre.

Ausnahmezustand soll die Lebensgrundlage der Menschen schützen

Der Ausnahmezustand wird nun voraussichtlich am 21. März enden und alle Einschränkungen bleiben in Kraft. Japans Premierminister sagte bei der Verkündung, dass die Verlängerung notwendig sei, um Leben und Lebensgrundlage der Menschen zu schützen.

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Japans Premierminister hatte sich im Vorfeld mit dem Expertengremium der japanischen Regierung zusammengesetzt, um über die Situation zu beraten. Das Gremium kam zum Schluss, dass die Neuinfektionen im Großraum Tokyo zwar zurückgehen, allerdings deutlich langsamer. Der 7-Tage-Durchschnitt liegt in Tokyo zurzeit bei 269,1.

Außerdem herrschte unter den Experten weitgehend die Auffassung, dass strenge Maßnahmen erforderlich sind, die einen Lockdown, ähnlich wie in Deutschland, gleichkommen, um die Ausbreitung von mutierten Coronavirus-Stämmen zu unterbinden. Die Einschränkungen für die Menschen durch den Ausnahmezustand konzentrieren sich aktuell auf Restaurants und Bars. Nach Ansicht des Gremiums beschränkt sich das Problem allerdings auf deutlich mehr Bereiche.

Verlängerung wird Bruttoinlandsprodukt um 0,13 Prozent senken

Ökonomen erwarten, dass die erneute Verlängerung des Ausnahmezustands das Bruttoinlandsprodukt der drittgrößten Volkswirtschaft der Welt um 0,13 Prozent senken wird. Die Entscheidung, die Maßnahme zu verlängern, bedeutet, dass Japans Premierminister die Durchführung der Olympischen Spiele im Sommer priorisiert. Dass die Spiele ohne Zuschauer stattfinden werden, wird immer wahrscheinlich.

Der Ausnahmezustand wurde am 7. Januar über Tokyo und drei angrenzende Präfekturen verhängt und wenig später auf 11 Präfekturen ausgeweitet. Das Ende der Maßnahme wurde bereits zuvor um vier Wochen verschoben.

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