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Verlegung nicht vor 2022

Japan verlängert die Bauzeit der US-Basis in Okinawa auf 10 Jahre

Japan hat beschlossen, die Bauzeit für die neue US-Basis in Okinawa von fünf auf zehn Jahre zu verlängern.

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Die Verlängerung der Bauzeit und damit die Verlagerung der US Marine Corps Air Station Futenma ist nötig, um den instabilen Meeresboden zu verstärken, teilte ein Regierungssprecher am Sonntag mit.

US-Basis wird nicht 2020 verlegt

Damit wird der US-amerikanische Luftwaffenstützpunkt, der sich zurzeit in einem Wohngebiet in Ginowan befindet, nicht vor dem Geschäftsjahr 2022 umgezogen. Die USA und Japan hatten eine Vereinbarung für einen Umzug 2013 geschlossen.

Ursprünglich wurde davon ausgegangen, dass man nach Abschluss der Arbeiten voraussichtlich drei Jahre für den Bau benötigt, allerdings ist damit nun auch die Rückgabe des aktuellen Grundstücks vor 2030 unwahrscheinlich.

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Das Verteidigungsministerium kann nach Angaben des Regierungssprechers seine neueste Schätzung für die Bauzeit bereits am Mittwoch einem Expertengremium melden.

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Auf der Grundlage der aktualisierten Schätzung wird die Regierung voraussichtlich die Genehmigung für Änderungen ihres Bauplans von der Präfekturregierung von Okinawa einholen.

Widerstand gegen die Verlegung

Allerdings ist der Gouverneur von Okinawa ein Gegner der Standortverlagerung und wird dem Antrag der Regierung wohl nicht zustimmen.

Darüber hinaus sind Vertreter der Zentralregierung und der lokalen Gebietskörperschaften der Ansicht, dass ein Anstieg der für die Umsiedlung erforderlichen Kosten, der derzeit auf mindestens 350 Milliarden Yen geschätzt wird, unvermeidbar wäre.

Viele Menschen in Okinawa sind gegen die Umsiedlung, da sie wollen, dass die Basis aus der südlichen Inselpräfektur verlegt wird, auf der sich etwa 70 Prozent der gesamten Landfläche befinden, die ausschließlich von US-Militäranlagen in Japan genutzt wird.

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Ein Referendum der Präfektur Okinawa im Februar zeigte, dass mehr als 70 Prozent der Einwohner gegen den Plan sind.

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