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Japan verlangt Reformen innerhalb der Internationalen Walfangkommission

Bereits am 14. September legte Japan den Vorschlag vor, die Entscheidungsregeln der Internationalen Walfangkommission (IWC) zu erleichtern. Das Land spricht von einem dysfunktionalen Gremium. Durch die Blume warnte der leitende japanische Verhandlungsführer Hideki Moronuki auf der Jahrestagung, dass Japan über seinen Verbleib in der Walfangkommission ernsthaft nachdenken werde.

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Das IWC lehnte die Vorschläge am 14. September auf der Tagung ab. Im Zuge dessen droht Japan weiterhin, auch die Optionen für eine nachhaltige Nutzung der Walressourcen noch einmal zu überdenken, sollte die Walfangkommission keine Schritte einleiten. Das Land ist bekannt für seine Tradition des Walfangs. In der Vergangenheit hatten immer wieder Anti-Walfang-Mitglieder wie Australien und Neuseeland die Wiederaufnahme dieser Gepflogenheit zu unterbinden versucht. Seit 1982 ist der kommerzielle Walfang verboten.

Japan fordert Änderungen

In Japans Augen sind die Länder, die gegen den Walfang stimmen, unflexibel in den Verhandlungen. Daher seien auch in den letzten 30 Jahren jegliche Verständigungsversuche gescheitert. Die IWC sei auch deshalb nicht sehr funktionsfähig, weil sie die Opposition gegen den Walfang nicht versöhnlich stimmen kann. Laut Moronuki sei der kommerzielle Walfang keine Schädigung der Walressourcen.

Dennoch hofft er, dass ein Paradigmenwechsel beide Seiten versöhnen könnte. Die Änderung des Entscheidungssystems könnte die Denkweise der Parteien verändern und eine Koexistenz ermöglichen. Inhalt der japanischen Forderungen war unter anderem, die Einrichtung von Walschutzgebieten zu erleichtern. Zur Bestimmung von Fangquoten oder Schutzgebieten und Fangverboten muss eine Dreiviertel-Mehrheit der IWC zustimmen. Japans Vorschlag, die Entscheidungsregeln zu ändern, beinhaltete die Absenkung auf eine einfache Mehrheit. Trotzdem wurde der Vorschlag mit 41 zu 27 Stimmen abgelehnt.

Japan hatte zusammen mit der IWC 1982 beschlossen, kommerziellen Walfang einzustellen. Jedoch seit 1987 jagt das Land Wale für wissenschaftliche Forschungen. Die internationale Gemeinschaft kritisierte dies jedoch als Verschleierungstaktik für den kommerziellen Fang der Meeressäuger. Bereits 2007 protestierte Japan und drohte mit deinem Rückzug aus der IWC.

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Quelle: Kyodo News

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