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Ausbruch soll verhindert werden

Japan verschärft seine Maßnahmen gegen die neue Corona-Variante

Um zu verhindern, dass sich die neue Corona-Variante Omikron in Japan ausbreitet, verschärft das Land seine Maßnahmen. Bereits vergangene Woche wurden die Grenzen für Ausländer geschlossen und die Quarantänemaßnahmen verschärft.

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Das Gesundheitsministerium hat am 2. Dezember alle Kommunalverwaltungen unterrichtet, dass die Situation in ihren Zuständigkeitsbereichen genau beobachten werden soll, um Hinweise über eine Infektion mit Omikron schnell zu erkennen.

Neue Tests sollen Omikron zuverlässig nachweisen

Das National Institute of Infectious Diseases arbeitet an der Entwicklung eines speziellen Screening-Tests für die neue Corona-Variante. Die Stadtverwaltung von Tokyo hat nach eigenen Angaben einen PCR-Test entwickelt, um festzustellen, ob eine Person mit der Omikron infiziert ist.

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Das Gesundheitsministerium forderte die lokalen Behörden auf, wann immer möglich auf die Genomanalyse zurückzugreifen. Das Verfahren wurde bei fünf bis 10 Prozent der Einwohner durchgeführt, bei denen COVID-19 nachgewiesen wurde.

Japan verhängt Einreiseverbot und Quarantäne

Neben dem Einreiseverbot für Ausländer hat Japan die Liste der Länder erweitert, in denen japanische Staatsangehörige in eine verschärfte Quarantäne nach ihrer Einreise ins Land gehen müssen. Sind sie bereits zweimal geimpft, können sie allerdings zu Hause in Selbstquarantäne gehen, alle anderen müssen in einen, von der Regierung ausgewiesenen, Ort.

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Bislang wurde bei zwei Personen die neue Corona-Variante bestätigt. Sie kamen aus Namibia und Peru. Von den anderen 184 Personen, die sich auf denselben Flügen wie diese beiden befanden, sind 146 in Tokyo oder den drei angrenzenden Präfekturen ansässig.

Die Maßnahme der Selbstquarantäne hat zu Besorgnis über einen Mangel an Zimmern in den Unterbringungseinrichtungen der Regierung geführt.

Nach Angaben der Behörden wurden 7.350 Zimmer in der Nähe von fünf internationalen Flughäfen in Hotels angemietet und es ist geplant, weitere 2.000 Zimmer zu finden.

Sollte es zu einem größeren Ausbruch der neuen Variante kommen, hat Japan gleich mehrere Probleme. Insgesamt haben fünf Wellen bereits zu einem Zusammenbruch des Gesundheitssystems im Land geführt und die Wirtschaft beginnt sich gerade zu erholen. Zwar versucht man sich auf eine sechste Infektionswelle vorzubereiten, allerdings auch gleichzeitig der Wirtschaft keinen weiteren Schaden zuzufügen.

Omikron verursacht allerdings bei vielen Unternehmen erneut die Angst, dass es zu einem Ausnahmezustand kommen könnte und sie ihre Geschäftstätigkeiten herunterfahren müssen.

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