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Warnung kommt zu spät

Japan versucht, die Bevölkerung vom Reisen abzuhalten

In Japan hat die Neujahrsreisewelle begonnen, doch angesichts der Omikron-Variante des Coronavirus, versucht die Regierung die Bevölkerung davon abzuhalten, zu reisen.

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Das Expertengremium des Gesundheitsministeriums hat mittlerweile erklärt, dass man sich auf einen Anstieg der Infektionen mit der Variante einstellt.

Bevölkerung soll über Neujahr lieber nicht verreisen

Die Bevölkerung wurde noch einmal nachdrücklich gebeten, über Neujahr nicht zu verreisen, was, angesichts der Bilder des Bahnhofs in Tokyo, allerdings auf taube Ohren stößt.

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Zwar ist die Zahl der Neuinfektionen mit 1,3 pro 100.000 Menschen in den letzten sieben Tagen landesweit sehr niedrig, allerdings merkte das Gremium an, dass die Zahl zu steigen beginnt, insbesondere im Großraum Tokyo.

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Zwar erkranken weniger Menschen bei einer Infektion mit Omikron schwer, im Gegensatz zur Delta-Variante, allerdings würde ein sprunghafter Anstieg erneut das Gesundheitssystem Japans überlasten. Zudem könnte die Zahl der Todesfälle steigen, wenn sich Omikron in dem Teil der Bevölkerung beginnt auszubreiten, der vorerkrankt ist.

Die Empfehlung des Gremiums lautet daher, dass man nach Möglichkeit nicht verreisen sollte und wenn, dann nur in kleinen Gruppen. Auf Aktivitäten am Reiseort sollte man zudem gänzlich verzichten. Und auch auf Treffen mit Menschen, die ein schwaches Immunsystem haben, sollte man verzichten.

Warnung kommt zu spät

Die Warnungen kommen allerdings zu spät, denn bereits am Montag und Dienstag stieg die Zahl der Menschen, die sich auf den Weg in ihre Heimatstädte machten, deutlich an. Zwar liegt die Zahl weiterhin unter dem Niveau von vor der Pandemie, aber im direkten Vergleich mit dem vergangenen Jahr, ist die Zahl der Reisenden dreimal höher.

Viele Menschen äußerten sich gegenüber den japanischen Medien allerdings besorgt in Bezug auf Omikron und gaben an, vorsichtig zu sein.

Eine weitere Frage ist, in wie weit die japanische Regierung den Ratschlägen folgen wird. Die Regierung plant im Januar die Reisesubvention „Go To Travel“ erneut zu starten, um der angeschlagenen Tourismusindustrie zu helfen.

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