Anzeige
HomeNachrichten aus JapanJapan versucht, Unfälle mit Spielzeugmagneten zu verhindern

Kleine Spielzeugmagnete sollen in Japan erst für Kinder ab 14 Jahren erlaubt werden

Japan versucht, Unfälle mit Spielzeugmagneten zu verhindern

Japans Regierung hat jetzt Einzelhändler, die Sets mit kleinen Spielzeugmagneten vertreiben, aufgefordert, diese aus Jugendschutzgründen erst ab einem Mindestalter von 14 Jahren zu verkaufen.

Anzeige

Auch in Japan sind diese kleinen, etwa drei bis 5 Millimeter großen Magnete in Kugel- oder Würfelform, aus denen sich verschiedene Formen bilden lassen, als Spielzeug sehr beliebt.

Kein geeignetes Spielzeug für kleine Kinder

In letzter Zeit gab es jedoch immer wieder Berichte über Kinder, die schwere innere Verletzungen erlitten hatten, nachdem sie eine oder mehrere der kleinen Spielzeugkugeln versehentlich verschluckt hatten.

LESEN SIE AUCH:  3-D Zebrastreifen soll Schüler in Japan schützen

Aufgrund der starken Ladung der Magnetkugeln sind diese in der Lage, sich im auch Körper des Kindes miteinander zu vernetzen, nachdem sie verschluckt wurden.

In mindestens zehn Fällen hefteten sich die verschluckten Kugeln so stark aneinander, dass der Magen oder der Dünndarm beschädigt wurden, und zum Teil sogar Löcher entstanden.

Anzeige

Bei einigen der ein- bis siebenjährigen Kindern war eine Laparotomie (Bauchöhlenöffnung) oder Endoskopie nötig, um die Kugeln wieder zu entfernen.

Neue Warnhinweise und Normen

Bisher wurden die kleinen Kugeln hauptsächlich im Ausland hergestellt und über große Onlineshops als ein pädagogisches Spielzeug, „das die geistige Entwicklung“ fördere, angepriesen und verkauft.

Am 24. Juni dieses Jahres reagierte jetzt das Handelsministerium. Wie auch im Ausland üblich, sollen die Magnetkugeln nun auch in Japan eine Altersempfehlung von 14 Jahren und älter erhalten.

Zusätzlich sollen Warnhinweise angebracht werden, die über die Gefahren und aufgetretenen Schäden bei kleineren Kindern informieren.

Darüber hinaus erwägt das Ministerium die Festlegung neuer gesetzlicher Normen, u. a. für die zulässige Magnetstärke, um die physischen Gefahren eines versehentlichen Verschluckens zu verringern.

Anzeige
Anzeige