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Japan verzeichnet 2018 erneut Rekordhoch an vermissten Demenzkranken

Demenzkranken tauchten glücklicherweise in der Mehrheit schnell wieder auf

Die Bevölkerung in Japan altert immer mehr. Das sorgt dafür, dass gleichzeitig die Zahl an altersbedingten Krankheiten, wie Demenz, steigt. Die steigenden Zahlen sorgen jedoch für weitere Probleme, mit denen die Regierung konfrontiert ist. Laut Polizei erreichte nämlich die Zahl der verschwunden Demenzkranken ein neues Rekordhoch.

Wie die nationale Polizeibehörde am Donnerstag mitteilte, galten 16.927 Demenzkranke 2018 als vermisst. Dazu gehören ebenfalls Personen die schon 2017 oder früher als vermisst galten. Das ist ein Anstieg von 1.064 Fällen im Vergleich zum Vorjahr und fast doppelt so viel wie zu Aufzeichnungsbeginn 2012. Positiv ist hingegen die Aufklärungsrate. Von allen Demenzkranken, die letztes Jahr verschwanden, fand die Polizei 197 Personen nicht. 16.227 Personen tauchten im letzten Jahr wieder auf. Die restlichen Demenzkranken fielen raus, da die Suchanfragen wieder zurückzogen wurden.

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Laut Polizei fanden sich die meisten Personen noch am Tag der Vermisstenanzeige wieder ein. Insgesamt 73,4 Prozent tauchten sofort wieder auf. 99,4 Prozent fand die Polizei innerhalb einer Woche wieder. Zwei Demenzkranke tauchten erst zwei Jahren nach der Vermisstenanzeige wieder auf. Von den gefundenen Kranken hingegen starben 508 Personen durch Unfälle oder aus anderen Gründen.

Insgesamt geht Japan davon aus, dass bis 2025 sieben Millionen Senioren an Demenz leiden. Aus diesem Grund genehmigte die Regierung am Dienstag ein Programm, das sich auf die Verlangsamung der Symptome fokussiert und den Erkrankten ein angenehmes Leben ermöglichen soll.

Verwandte und junge Menschen sollen helfen

Der Experte für die Pflege von Demenzkranken, Yoshimasa Takase, erklärt, wieso so viele Senioren verschwinden. Viele hegen den Wunsch, in das Haus zurückzukehren, wo sie aufwuchsen. Ursache für den Wunsch ist die Desorientierung, die die Krankheit verursacht. Der Verlust von Informationen und des Orientierungssinns sorgen dafür, dass die Senioren sich anschließend verlaufen und verloren gehen.

Da das Ziel vieler Patienten so bekannt ist, lassen sie sich in den meisten Fällen schnell finden. Obwohl das Herumwandern zu einer Gewohnheit werden kann, sagt Takase, dass sie bei den Meisten aufgrund des körperlichen Verfalls nicht lange anhält. Trotzdem schlägt Takase etwas vor, um den Demenzkranken beim Wandern zu unterstützen.

Smartphones mit einer App von Shobunsha Publications Inc. sind zum Beispiel eine gute Hilfe. Mithilfe eines QR-Stickers an der Kleidung der Patienten können Personen ihn scannen und den Standort der Familie mitteilen. Besonders junge Leute sollen als bessere Smartphonenutzer das Bewusstsein für das Thema Demenz schärfen. Zusätzlich sollen Familien sich mit geeigneten medizinischen Einrichtungen in Verbindung setzen und von Hilfspflegestützpunkt beraten lassen.

Quelle: Kyodo

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