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Junge Menschen greifen immer öfters zu Cannabis

Japan verzeichnet 2019 einen Rekord an Straftaten in Verbindung mit Cannabis

2019 stiegen in Japan die Straftaten in Verbindung mit Cannabis deutlich an. Laut der japanischen Polizei wurden 4.321 Fälle registriert, ein Anstieg von 743 gegenüber dem Vorjahr.

Damit stiegen die Straftaten in Verbindung mit Cannabis zum sechsten Mal in Folge in Japan an.

Straftaten in Verbindung mit Cannabis steigt bei jungen Menschen an

Nach Angaben der japanischen Polizei stieg bei den Straften die Zahl der 14- bis 19-Jährigen seit 2015 um das 4,4-fache an.

Auch die Zahl der 20-jährigen, die an Straftaten in Verbindung mit Cannabis beteiligt waren, stieg deutlich an. Laut der Polizei verdoppelte sie sich seit 2015.

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Von den 4.321 Personen waren 609 zwischen 14 und 19 Jahren alt, ein Plus von 42 Prozent gegenüber 2019. 1.950 Straftaten wurden von Menschen ab 20 Jahren begangen, ein Plus von 28 Prozent.

Die Polizei warnte, dass junge Menschen, sich der mit dem Cannabiskonsum verbundenen Risiken im Vergleich zu harten Drogen weniger bewusst sind und dazu neigen, Cannabis aus Neugier zu konsumieren.

„Es ist notwendig, sie korrekt über die schädlichen Auswirkungen (von Cannabis) zu informieren, wie z. B. einen starken Einfluss auf die kognitiven Funktionen und ein höheres Risiko, psychische Symptome zu entwickeln“, so ein Sprecher der Polizei.

Unter den Straftätern waren im Jahr 2019 109 Schüler der Mittelstufe, der jüngste Täter war ein 14-jähriger Schüler.

Die Polizei untersuchte auch das Bewusstsein für die Risiken des Drogenkonsums bei 631 Straftätern jeden Alters und stellte fest, dass nur 15,4 Prozent dies für gefährlich halten. Inzwischen gaben 78,6 Prozent an, Methamphetamin sei eine Gefahr.

Zoll beschlagnahmte 2019 Rekordmenge an Drogen

Die Zahl der Personen, die 2019 allgemein an Drogendelikten beteiligt waren, ging gegenüber dem Vorjahr um 498 auf 13.364 in Japan zurück, wobei die Zahl in den letzten Jahren nahezu unverändert blieb.

Das Volumen der beschlagnahmten Stimulanzien hat sich gegenüber dem Vorjahr auf einen Rekordwert von 2.293,1 kg im vergangenen Jahr mehr als verdoppelt.

Im Juni gab es eine Reihe von groß angelegten Razzien, darunter die Beschlagnahmung von etwa 1.000 kg Stimulanzien vor der Küste der Präfektur Shizuoka und etwa 590 kg im Meer vor der Präfektur Kumamoto im Dezember.

Das Volumen von konfisziertem Cannabis in verschiedenen Formen hat gegenüber dem Vorjahr ebenfalls zugenommen, darunter 350,2 kg Marihuana und 12,8 kg Haschisch. Die Beschlagnahmung von synthetischen Drogen einschließlich MDMA stieg ebenfalls um das Sechsfache auf 73.935 Tabletten.

Stimulanzien wurden auf der Straße für rund 64.000 Yen pro Gramm verkauft, während Marihuana für rund 6.000 Yen verkauft wurde.

Kyoto

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