Japan verzeichnet Anstieg in Telemedizin via Smartphone-Apps

Digitaltechnologie ermöglicht so manchen bequemen Service von zu Hause aus. Nun steigt in Japan die Nutzung der Telemedizin. Das sind medizinische Dienstleistungen auf Distanz durch Nutzung von Smartphone-Apps.

Die jüngsten Deregulierungen Japans in der Telemedizin lassen die Popularität dieser medizinischen Dienste steigen. Zu den Maßnahmen gehört unter anderem eine Krankenversicherung, die derartige Fern-Konsultationen ermöglicht. Das Ministerium für Gesundheit, Arbeit und Soziales stellte nun „The Japan Vision“ vor, seine Idee über eine Gesundheitsdatenbank zur Unterstützung telemedizinischer Anwendungen.

Gerade in Japan, wo ein immenser Anstieg der älteren und mobilitätsschwachen Bevölkerungsgruppen zu verzeichnen ist, bieten sich Maßnahmen zur Ferndiagnose bzw. Fernbehandlung an. Ein Beispiel für eine derartige Fern-Konsultation ist die mobile Gesundheits-App „curon“ des in Tokyo ansässigen Gesundheitsunternehmens Micin Inc.

Telemedizin – Ein zukunftsträchtiger Schritt

Zum jetzigen Zeitpunkt nutzen rund 650 Gesundheitseinrichtungen die App „curon“. Unter den Services in dieser App finden sich beispielsweise Beratungen bei chronischen Krankheiten, einschließlich Diabetes. Zudem wurde die App im Juli dieses Jahres erweitert. Nun ist es dem Patienten möglich, bequem von zu Hause aus Informationen wie Blutdruck, Bewegungsumfang und Schlafstunden mit Ärzten zu teilen.

Gesundheit Vitalfunktionen
Bild: freepik

Um die gesammelten Datenmengen aus diese Apps verarbeiten zu können, arbeiten diese Systeme über den Einsatz von KI. Gerade in der logischen Analyse von Gesundheitsinformationen und ihren Konsequenzen kann KI Ärzte und Patienten unterstützen. So kann Künstliche Intelligenz aufgrund von vorhandenen Daten Ratschläge zur Mahlzeiteneinnahme oder der erforderlichen Medikation geben.

Vorteile und Risiken der neuen Technologie

Die Verbindung von Medizin und Informationstechnologie leistet dabei Enormes. Sie kann große Mengen an medizinischer Beratung anbieten, die konventionelle Krankenhäuser nicht schaffen würden. Auch in Zeiten oder Gegenden, die von Ärztemangel betroffen sind, kann Telemedizin ein Lösungsansatz sein. Dennoch sollte man Risiken oder Schwachstellen einer teils computergesteuerten Gesundheitsberatung nicht ignorieren. KI-Systeme funktionieren nur über eine vorher programmierte Datenbasis. Fehlen Daten, so kann die Krankheitsbehandlung Lücken enthalten.

Quelle: Kyodo News

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