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Zahl werden vermutlich weiter steigen

Japan verzeichnet ungewöhnlich viele tödliche Unfälle bei Schneeräumungen

In den letzten Wochen gab es in weiten Teilen Japans enorme Schneefälle. Die Schneeräumungen stellten sich dabei als besondere Herausforderung heraus, die ungewöhnlich vielen Menschen das Leben kostete.

Die Mainichi Shimbun sammelte Daten zu den tödlichen Unfällen bei Schneeräumungen zwischen den 1. Dezember und den 15. Januar aus 24 Präfekturen, die als Gebiet mit starkem Schneefall deklariert sind. Genutzt wurden Berichte, polizeiliche Mitteilungen und weitere Informationen.

Todeszahl können sich schnell verdoppeln

Es stellte sich dabei heraus, dass in dieser Saisons bereits 59 Menschen in 12 Präfekturen zu Tode gekommen sind. Mit eingeschlossen wurden dabei auch Fälle, bei denen nur vermutet wurde, dass es während der Arbeiten zum Todesfall kam.

Mehr zum Thema:  Schnee verursacht im Norden von Japan tödliche Massenkarambolage

Die Zahl der Todesfälle hat damit bereits jetzt den Wert der letzten Jahre deutlich übertroffen. Im Vergleich zum Geschäftsjahr 2019 ist es das siebenfache. Ein bisheriges Rekordhoch gab es 2005 mit 113 Toten, wobei seitdem nie wieder die Marke von 100 erreicht wurde.

Dieses Jahr scheint die Zahl allerdings allgemein ungewöhnlich schnell zu steigen. Keine guten Nachrichten, da der Höhepunkt der diesjährigen Schneesaison noch gar nicht erreicht ist. Es wird deswegen befürchtete, dass dieses Jahr erneut die Todesfälle bei Schneeräumung auf über 100 steigen.

Personen stürzen bei Schneeräumungsarbeiten vom Dach

Den größten Anteil der Todesopfer machten mit etwa 80 Prozent Menschen im Alter ab 65 Jahren aus. Bei den Unfällen mit einer eindeutigen Ursache stürzten in 21 Fallen Personen beim Räumen von Dächern ab. Unter anderen stürzte in Nagaoka, Niigata ein 74 Jahre alter Mann von seiner zweistöckigen Holzwerkstadt in den Tod, als er beim Schneeräumen abrutschte.

Sechs weitere Menschen starben beim Umgang mit Schneeräummaschinen. In Yurihonjo, Akita wurde ein 88 Jahre alter Mann gefunden, der unter einer Schneeräummaschiene für den Hausgebrauch lag. Ärzte konnten bei ihm nur noch den Tod feststellen. Zu weiteren Todesfällen kam es, weil Menschen von Leiter fielen oder beim Räumen vom Boden aus von herabfallenden Schneemassen erschlagen wurden.

Nach Region verzeichnete dazu die Präfektur Niigata mit 13 Fällen den höchsten Anteil. Dahinter folgte Akita mit zehn Fällen und Hokkaido sowie Yamagata mit jeweils neun. Allgemein zeigte sich, dass sich die Todesfälle auf Gebiert an der Küste zum Japanischen Meer konzentrieren.

Ministerium erinnert an Sicherheitsmaßnahmen

Das Ministerium für Land, Infrastruktur, Verkehr und Tourismus ist wegen der Zahlen sehr besorgt. Sie fordern die Menschen dazu auf bei der Schneeräumung gründlich auf die Sicherheitsmaßnahmen zu achten. Wenn Schnee auf einem Dach geräumt werden muss, soll ein Sicherheitsseil, Sicherheitsgurte und Helm verwendet werden, um sich bei einem möglichen Sturz abzusichern.

Ebenfalls soll nie alleine gearbeitet werden, damit die zweite Person darauf achten kann, ob Schnee vom Dach zu rutschen droht. Schneepflüge sollen hingegen mit bedacht und ausreichend Wissen über die Handhabung verwendet werden.

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