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Legalisierungen werden verteufelt

Japan warnt nach Legalisierung in New York intensiver vor Marihuana

In Japan ist Marihuana weiterhin in jeder Form verboten. Doch die Menschen sind schon lange nicht mehr so von der Droge abgeschreckt wie früher, was unter anderem an der zunehmenden internationalen Legalisierung liegt. Aus dem Grund verstärkt Japan seine Warnungen vor der Droge.

Das japanische Außenministerium forderte kürzlich erneut seine Bürger auf, dass sie sich von Drogen fernhalten sollen, wenn sie in die USA reisen oder dort wohnen. Grund für die Warnung sind New York und New Jersey, die kürzlich Marihuana legalisiert haben.

Japan warnt nicht zum ersten Mal im Ausland vor der Droge

Das japanische Generalkonsulat in New York veröffentlichte letzte Woche eine Erklärung an Touristen und japanische Einwohner. Sie wurden daran erinnert, dass der Besitz und Anbau von Marihuana in Japan streng verboten ist. Allgemein sollen sie sich von der Droge fernhalten.

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Es ist dabei nicht das erste Mal, dass Japan auf die Legalisierung im Ausland panisch reagiert. Als Kanada 2018 ebenfalls Marihuana erlaubte, veröffentlichte die japanische Botschaft in Vancouver eine ähnliche Erklärung für japanische Staatsbürger. Allerdings wurde dabei auch darauf hingewiesen, dass die japanischen Drogengesetze wohl auch im Ausland anwendbar sind.

Auch wenn das tatsächlich möglich ist, ist es sehr unwahrscheinlich, dass ein Japaner in New York von lokalen Behörden unter den japanischen Gesetzen festgenommen wird. Selbst die Japanese Nationals Overseas Safety Division gibt zu, dass es ein sehr ungewöhnliches Szenario wäre.

Im Ausland droht eigentlich keine Gefahr

Anders wäre es beim Drogenschmuggel in Japan, der wiederum von internationalem Interesse ist und eher zu einer Festnahme im Ausland führen kann, was jedoch nur sehr selten vorkommt. An sich haben Japaner also im Ausland nichts zu fürchten, wenn sie legal die Droge unter den lokalen Gesetzen konsumieren.

Bloß bei der Heimriese müssen sie vorsichtig sein, denn schon die kleinsten Spuren der Droge können schwere Konsequenzen haben. In Japan droht beim Anbau von Marihuana eine Haftstrafe von bis zu sieben Jahren und der Besitz kann bis zu fünf Jahre Haft einbringen. Der Konsum selbst ist nicht verboten.

Die Behörden habe zusätzlich die Sorge, dass Japaner im Ausland abhängig werden. Allerdings zeigten Studien in der Vergangenheit, dass die Abhängigkeit von der Droge so gut wie nicht vorhanden ist. Tatsächlich hat sich die japanische Regierung zuletzt mit seiner Drogenpolitik ein wenig blamiert.

Japan versucht Marihuana weiterhin zu verteufeln

Zurzeit soll eine neue Expertengruppe des Gesundheitsministeriums die Regelungen zu Marihuana überprüfen, um möglicherweise die Gesetze zu überarbeiten. Einerseits will man härter vorgehen, andererseits soll die Pflanze in der Medizin zugelassen werden.

In einer der ersten Sitzungen wurden Experten nach Daten zu der Droge gefragte, unter anderen zur Abhängigkeit und Auswirkungen auf die geistige Gesundheit. Zur Überraschung der Regierung entsprachen die Informationen der Experten jedoch nicht den Erwartungen der Regierung und sie machten deutlich, dass Marihuana relativ harmlos ist.

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